Ägypten-Ausstellung auf der Schallaburg eröffnet Koptischer Papst Shenuda III. als Ehrengast

Niederösterreich (NLK) - "Die Schallaburg, eines der schönsten Renaissanceschlösser nördlich der Alpen und als internationales Ausstellungszentrum Niederösterreichs Fenster zu fremden Kulturen, zeigt heuer wieder ein besonders faszinierendes Stück Kulturgeschichte", freute sich LR Mag. Wolfgang Sobotka bei der heutigen Eröffnung der Ausstellung "Ägypten - Spätantike und Christentum am Nil". Der Festakt erhielt besonderes Gewicht durch die Teilnahme des geistlichen Oberhauptes der Koptischen Kirche, Shenuda III., "Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhles des heiligen Markus". Er verwies auf die Bedeutung der koptischen Kultur als Erbe des Wissens der alten Ägypter. So haben die Worte "Medizin" und "Chemie" ihren Ursprung in der ägyptischen bzw. koptischen Sprache. Ein besonderer Beitrag für das Christentum sei das Mönchswesen, in Ägypten wurden die ersten Klöster gegründet.

Darauf ging auch Landesrat Sobotka besonders ein. Gerade in Niederösterrich haben die Klöster und Stifte einen entscheidenden Beitrag zum Wachsen und Werden des Landes geleistet, sie seien aber auch heute nicht nur geistliche, sondern auch geistig-kulturelle, wirtchaftliche und soziale Zentren der Regionen. Aufgabe der Kulturpolitik sei es, das kulturelle Erbe zu pflegen, das zeitgenössische Schaffen zu fördern und Begegnungen mit anderen Kulturen zu ermöglichen. Hier leiste gerade die Schallaburg Hervorragendes.

Die Ausstellung "Ägypten - Spätantike und Christentum am Nil" führt anhand von mehr als 500 Exponaten in die koptische Zeit, die Spätantike Ägyptens, die von einem Nebeneinander griechisch-römischer, christlicher und altägyptischer Einflüsse geprägt war. Sie ist bis 26. Oktober jeweils Montag bis Freitag von 9-17 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag von 9-18 Uhr geöffnet.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK