Knalleffekt im Fall Praschak

Wohnungseinbruch zehn Monate nach dem Tod des Bankers Vorausmeldung zu NEWS 18/98 - Erscheinungtermin 29. April 1998

Wien (OTS) - NEWS berichtet in seiner am kommenden Mittwoch erscheinenden Ausgabe von einem Einbruch in der Innenstadt-Wohnung des verstorbenen Kontrollbank-Vorstandes. Gerhard Praschak hatte sich am 26. April des Vorjahres das Leben genommen. In einem 120 Seiten starken Dossier hatte er Postenschacher und Parteibuchwirtschaft im Zuge des Bundeskanzlerwechsels angeprangert. Durch die Rochade -Ex-Minister Rudolf Scholten wurde zum 3. Vorstand der Österreichischen Kontrollbank bestellt, Gerhard Praschak hätte in die Investkredit wechseln sollen - sah der Banker seine Karriere gefährdet. Praschaks Witwe Nicole, eine Wiener Psychiaterin bemerkte am Abend des 13. Februars des heurigen Jahres den Einbruch in der Wiener Wohnung. Das Sicherheitsschloß war aufgebohrt, der private Schreibtisch des Bankers durchwühlt. Gestohlen wurde die Aktentasche, Notizbücher, ein Kalender, das private Telefonbuch Praschaks und eine Reihe von Unterlagen - auch das Original jenes 120 Seiten starken Konvoluts. Der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Sika dazu:
"Der Einbruch ist keiner Serie zuzuordnen. Trotz penibelster Spurenauswertung haben wir keinen Hinweis auf den oder die Täter".

Ein Einbruch mit materiellem Hintergrund kann ausgeschlossen werden. Außer einer wertlosen Imitat-Perlenkette wurden ausschließlich persönliche Unterlagen gestohlen.

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