Nicht links - nicht rechts - sondern unten durch!

Parteiprogrammentwurf der SPÖ steht nicht nur für Veränderung, sondern braucht diese auch dringend

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute Freitag zum neuen Parteiprogrammentwurf der Sozialdemokratischen Partei, Stellung.

"Der von der Bundesgeschäftsstelle nun ausgerufene Diskussionsbedarf an diesem neuen Parteiprogramm, ist auch mehr als notwendig", so der Vorsitzende.

"Es ist ja nachvollziehbar, daß eine Partei nach 20 Jahren, in der sich die Gesellschaft weiterentwickelt hat und neue Fragen aufgeworfen wurden, auch ein neues Programm braucht. Aber das in diesen Jahren die UnternehmerInnen zu den besten Freunden der ArbeitnehmerInnen wurden entzieht sich meiner Kenntnis; oder ich habe die Entwicklung rund um Unternehmen wie Continental, Eskimo, usw. in falscher Erinnerung", so Pichler.

"Die neue Zielvorgabe, "nicht links - nicht rechts - sonders Vorwärts", des Bundesgeschäftsführers Rudas, würde in jeder politischen Fahrschule das Durchfallen bedeuten, oder es ist diese Aussage als Nachbesserung des sowieso zu kurz gekommen Kulturteil im Programm zu verstehen, nämlich frei nach Qualtinger, "ich weiß nicht wohin ich fahre, aber Hauptsache ich bin schneller dort", meint der Vorsitzende.

"Das sich die Sozialdemokratie der Dynamik und der Innovationsfähigkeit des Marktes bedienen will höre ich wohl, nur der Glaube das sich der Makt mit etwas anderen als Förderungen bedienen lassen will, siehe den NAP und die Anstrengung für die Lehrlingsausbildung in den letzten Wochen, fehlt mir", so Pichler weiter.

"Dieser Programmentwurf hat, wie Richtig aus der Sozialdemokratie gesagt, Ecken und Kanten, die Frage ist nur wo diese gesetzt werden bzw. worden sind, und ob in diesen Nischen sich noch Menschen, die im täglichen Kampf um ihre Existenz stehen, wiederfinden", so der Vorsitzende.

"Für die Sozialistische Jugend wird es nun sehr viel Arbeit innerhalb der eigenen Partei geben, um diesen Entwurf noch in den Monaten bis zum Parteitag beeinflussen zu können. In dieser Zeit wird sich zeigen wie ernst es der Bundespartei mit ihrer Diskussionsmöglichkeit dieses Entwurfes war. Auf jeden Fall werden wir als Jugendorganisation versuchen in diesem Zeitraum jedes Parteimitglied anzusprechen und unsere Postitionen mit Unterschriften derselben am Parteitag als Abänderungsantrag durchzusetzen", schloß Pichler.

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