ZWL AG: Gewerbepark-Tochter in Liquidation

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Die ZWL Grundbesitz- und
Beteiligungs-AG, vormals Ziegelwerke Ludwigsburg, gibt bekannt, daß ihre 100prozentige Tochtergesellschaft "Technik-Park Heliport Kft.", Kecskemt/Ungarn, mit einem sogenannten "vereinfachten Liquidationsverfahren" überzogen worden ist. Ein derartiges Verfahren ist dem deutschen Recht unbekannt. Das Berufungsgericht in Budapest hat einen erstinstanzlichen Liquidationsbeschluß bestätigt, obwohl Technik-Park Heliport über eine Eigenkapitalquote von 94 Prozent verfügt, mit rd. 2 Mio. DM frei verfügbarem Bankguthaben zahlungsfähig ist und alle Verpflichtungen stets pünktlich bezahlt hat. Die streitgegenständliche Forderung belief sich auf lediglich ca. 350.000 DM. Das Investitionsvolumen des von Technik-Park Heliport betriebenen Gewerbeparks beträgt rd. 20 Mio. DM. Die ZWL AG sieht in den bisherigen Verfahren schwerwiegende Verstöße gegen das in Ungarn geltende prozessuale und materielle Recht. Gegen den Liquidationsbeschluß läuft ein Revisionsverfahren, das aber keine aufschiebende Wirkung hat. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das eingeleitete Liquidatiansverfahren offenkundig unsinnig. Trotz zwischenzeitlich - unter Aufrechterhaltung des Rechtsstandpunktes -geleisteter vollständiger Zahlung der geltend gemachten Forderung, haben die bislang geführten Verhandlungen keinen Abschluß des Liquidationsverfahrens erreicht. Nach eigenen Aussagen des Inhabers der Bauunternehmung, die allein das Liquidationsverfahren betreibt, verfügt er nicht die Erfüllung ausstehender Forderungen, sondern die Übernahme des ganzen Gewerbeparks. Dieses Ziel will er mit der Durchsetzung einer Schadensersatzforderung wegen angeblicher Rufschädigung erreichen. Die ZWL AG unternimmt alles, um die freie Verfügbarkeit über das Eigentum der ungarischen Tochtergesellschaft wieder zu erlangen. Der Vorstand rechnet mit Kosten des Verfahrens und der Rechtsverfolgung bis zu rd. 1 Million DM. In Anbetracht der rechtlichen Risiken und Unsicherheiten, wie sie der bisherige Verlauf des Verfahrens gezeigt hat, sind weiterreichende Aufwendungen nach dem derzeitigen Stand der Dinge nicht auszuschließen. Im Vertrauen darauf, daß rechtsstaatliche Zustände in Ungarn herrschen, kann sich der Vorstand den Extremfall eines völligen Verlustes der in Ungarn investierten Mittel nicht vorstellen.

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