AK: Unnötige Aufregung um Schülerarbeiten

Wien (OTS) - "Nicht einmal ein Sturm im Wasserglas, sondern
ein Mailüfterl in einem kleinen Mokka" sei die heutige Aufregung der Wiener FPÖ über eine in einer Zeichenstunde angefertigte Schülerarbeit. Die Ausstellung im Foyer des Wiener Stadtschulrates gebe die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den Schülerarbeiten - daß Jugendliche im kreativen Prozeß manchmal über's Ziel schießen soll kein Anlaß sein, sie nicht ernst zu nehmen und den Dialog zu führen, so die AK. ****

Die AK bietet seit Jahren Berufsschülern, die leider keine Möglichkeit zu bildnerischem Unterricht haben, die Gelegenheit zur Begegnung mit Künstlern und zu eigener kreativ-künstlerischer Arbeit. Nach einem Besuch der Ausstellung "George Grosz - Ecce
homo" haben die Schüler in einem Workshop unter künstlerischer Betreuung ihr Menschenbild, ihre Gesellschaftssicht frei und künstlerisch gestalten zu können. Entstanden sind dabei Werke mit beachtlicher künstlerischer Gestaltungskraft, die aber auch
zeigen, welche Ängste und Sorgen die Jugendlichen haben. Die mehr als sechzig Arbeiten beschäftigen sich vor allem mit den von den Schülern frei gewählten Themen "normale Menschen - wie Du und Ich", "Außenseiter - Benachteiligte der Gesellschaft", "Extremismus, Fanatismus". Daß dabei inhaltlich manchmal über's Ziel geschossen worden sei, so ein Sprecher der AK, liege in der Natur der Kreativität Jugendlicher. Insgesamt sei die Aufregung über eine im Rahmen einer Zeichenstunde entstandene Schülerarbeit unnötig, so die AK.

Thema der Ausstellung sei nämlich die Auseinandersetzung mit den Sorgen der Jugendlichen und nicht die Auseinandersetzung mit politischen Parteien. Nach einer Beschwerde des Vizepräsidenten Rudolph wurde das Bild kurz nach der Erföffnung der Ausstellung durch ein anderes ersetzt - umso unverständlicher sei nun die Inszenierung eines "Eklats".

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