Michalitsch.: Bahnausbau Krems-St. Pölten-Lilienfeld hat Priorität 1

Grüne gegen Sicherheitsmaßnahmen?

Niederösterreich, 23.4.1998 (NÖI) Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Steigerung der Sicherheit im Nahverkehr haben die höchste Priorität. Aus diesem Grund habe ich mich seit fünf Jahren und zuletzt gemeinsam mit Bundesrat Walter Grasberger für den Ausbau der Linie Krems-St. Pölten-Lilienfeld eingesetzt. Diese Maßnahme hat Priorität vor dem Bau neuer Straßenverbindungen (S34). Daher ist es ein großer Erfolg für eine nahverkehrsorientierte Verkehrspolitik, daß der Bahnausbau im Landesverkehrskonzept in Priorität 1 (Planung) gereiht wurde, während der Bau der S 34 lediglich Priorität 2 hat.

Was die B20 betrifft, so ist diese eine Straßenverbindung mit ständig steigendem Verkehrsaufkommen. Es werden daher seit 1996 laufend kleinere und größere Maßnahmen gesetzt, um die Sicherheit auf dieser Straße zu erhöhen. Beispiele dafür sind die bessere Markierung der Kreuzungen, die Errichtung von Querungshilfen für Fußgänger (Mittelinseln) und von Kreisverkehren. Die Freilandstrecke zwischen St. Georgen und Wilhelmsburg ist auf der B20 die einzige Überholmöglichkeit auf weiter Strecke. Es kam dort zu zahlreichen schweren Unfällen. Auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit empfahl, daß diese Strecke gesichert wird. Konkret geplant ist daher nicht die simple Errichtung einer
dritten Spur, sondern ein System von vereinfachten Überholmöglichkeiten und Querungshilfen für Fußgänger, stellte Michalitsch klar.

"Es ist daher sehr verwunderlich, daß sich die Grünen gegen diese wichtigen Sicherheitsmaßnahmen aussprechen", betonte Michalitsch.

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