Paul Troger auf die Finger geschaut

Stift Altenburg ehrt Maler zum 300. Geburtstag

St.Pölten (NLK) - Im Stift Altenburg schuf der Südtiroler Barockmaler Paul Troger nicht weniger als neun Kuppelfresken, aber auch drei Altarblätter und kleinere Ölbilder in großer Zahl. Ein zehntes Fresko befindet sich in der Wallfahrtsbasilika Maria Dreieichen. Der 300. Geburtstag Trogers wird vom Stift Altenburg
zum Anlaß der Ausstellung "Der Maler des Himmels - Paul Trogers apokalyptische Inszenierungen in der Benediktinerabtei Altenburg" genommen, die am 30. April um 15 Uhr eröffnet wird und bis 1. November dieses Jahres läuft. Geboten wird die Möglichkeit, Paul Troger "auf die Finger zu schauen", denn bei dieser Sonderausstellung können die Besucher auf ein Gerüst im Bereich der Kaiserstiege steigen, von dem aus man das Deckenfresko von
ganz nahe betrachten und das Detailthema "Glaube und Wissenschaft" einmal unter der Lupe sehen kann. Auch ein Restaurierungsatelier kann man besichtigen, in dem ein Ölbild Trogers fachgerecht restauriert wird.

Die eigentliche Ausstellung ist im Kaisertrakt zu sehen. Hier werden Ölbilder und Skizzen aus dem Besitz des Stiftes Altenburg ausgestellt, die mit den Fresken des Stiftes einen unmittelbaren Zusammenhang haben. Auch die Albertina stellte Entwürfe und Zeichnungen zur Verfügung. Ein weiterer Höhepunkt ist eine Dokumentation über die Arbeiten Trogers in Altenburg und über seine Fähigkeiten als Architekt. Gezeigt werden auch das "Handwerkszeug" des Malers und seine Arbeitstechnik. Insgesamt werden neun Räume in die Ausstellung einbezogen.

Dem Besucher wird auch ein Themenweg geboten, der durch die Bibliothek, die Kirche und durch den Marmorsaal führt und in
dessen Verlauf man die Troger-Fresken des Stiftes besichtigen
kann.

Bereits erschienen ist ein Buch mit neuen fotografischen Abbildungen, der Ausstellungskatalog ist eine umfangreiche und bleibende Dokumentation zum Werk Paul Trogers.

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