Museumsturm in Schwarzenbach

Erste Ausbaustufe eines Keltischen Erlebnisparks

St.Pölten (NLK) - Als erste Ausbaustufe eines geplanten
Keltischen Erlebnisparks, einer Freilichtanlage auf dem Grabungsgelände einer keltischen Siedlung aus dem 2. und 1. Jahrhundert v.Chr. bei Schwarzenbach in der Buckligen Welt, beabsichtigt die Marktgemeinde Schwarzenbach die Errichtung eines Museumsturms. Der Turm mit verglastem Aussichtsgeschoß und einer offenen Aussichtsplattform in 20 Meter Höhe soll einen Überblick über das 18 Hektar große Grabungsgelände, die Grabungen und in Folge über den Erlebnispark gewähren. Buffet, Sanitärräumlichkeiten, Lagerräume sowie ein überdachter und mit Schiebewänden verglaster Vorplatz sollen dabei eine flexible Lösung ergeben, die als zentrales Informations- und Servicezentrum in das zukünftige Gesamtprojekt integrier- und entsprechend erweiterbar ist.

Zu den Gesamtinvestitionen der 1. Ausbaustufe in der Höhe von rund 4,3 Millionen Schilling trägt das Land Niederösterreich aus Regionalisierungsmitteln ca. 1,4 Millionen Schilling als Zuschuß bei. Der Turm soll bis Ende 1998 realisiert sein, die in der 2. Ausbaustufe vorgesehenen Rekonstruktionen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Gruben- und Webhäusern, einer Töpferei, einer Schmiede, eines Backofens, eines Brunnens, eines Hügelgrabes und der Umzäunung als zentrale Elemente des Keltischen Erlebnisparks werden auf Basis der laufenden Ausgrabungen und unter Einbeziehung des Universitätsinstitutes für Ur- und Frühgeschichte konzipiert. Das Investitionsvolumen dieser 2. Ausbaustufe wird derzeit mit 10 Millionen Schilling angegeben.

Parallel zu einem erlebnisorientierten und wirtschaftlich vertretbaren Betriebskonzept wurde unter Federführung des Tourismusverbandes mit elf Partnergemeinden in der Buckligen Welt auch ein regionaltouristisches Entwicklungsprojekt "Grenzland Keltenregion - Wo Geschichte erlebbar wird" erarbeitet. Zusätzlich zum bestehenden Freizeitangebot wurde dabei eine vielfältige Palette von Veranstaltungen mit historischem Bezug entwickelt, um die Profilierung der Region für den Ausflugstourismus voranzutreiben.

Bereits jetzt dient die bezüglich Größenordnung der Besiedlung sowie Anzahl und Funktion der Gebäude bedeutende Grabungsstätte mit dem ab 1992 teilweise ergrabenen Befestigungswall, dem Kultur-und Naturwanderweg rund um den Wall und der Ausstellung von Fundstücken über 2.000 Besuchern jährlich als Ausflugsziel. Ab 1998 werden zudem ein Keltenfest, ein keltisches Sonnwendfest, Jugendlager etc. stattfinden.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK