Der ARBÖ fordert den Einsatz moderner Technologien zur Verkehrssteuerung auf Autobahnen

Wien (ARBÖ) - Österreichs Autobahnen zählen zu den bautechnisch aufwendigsten überhaupt. Für die Errichtung von Brücken- und Tunnellösungen sind heimische Techniker in aller Welt bekannt.

Trotz der sehr hohen Baukosten ist aber für die optimale Verkehrssteuerung und Kapazitätsnutzung auf den Autobahnen offensichtlich kein Geld vorhanden, bemängelt der ARBÖ. In Deutschland wurde nachgewiesen, daß durch flexible Tempolimits die Kapazität von Autobahnen um etwa 28 Prozent erhöht, die Unfallhäufigkeit aber gleichzeitig um 20 Prozent gesenkt werden konnte.

"Aus diesem Grund sollte endlich auch bei uns moderne
Elektronik zur Verkehrsbeeinflussung auf Autobahnen und Schnellstraßen eingesetzt werden", fordert ARBÖ-Technikchef Dipl. Ing. Diether Wlaka. Bisher gebe es nur zwei zaghafte Versuche auf der A2 kurz vor Wien sowie auf der A1 im Raum Linz.

Der Versuch im Detail: Fernsteuerbare Überkopfverkehrsschilder geben die Höchstgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der jeweiligen Verkehrsdichte vor. Diese elektronischen Verkehrszeichen sind in Ballungsgebieten auch leicht mit Informationen über Staus und Wetterbedingungen zu verknüpfen", so Dipl. Ing. Wlaka.

In Deutschland steuern solche High-Tech-Anlagen mit flexiblen Tempolimits den Verkehr auf immer mehr Autobahnabschnitten.
Derzeit werden die Höchstgeschwindigkeiten auf mehr als 600 Autobahnkilometer von solchen Anlagen gesteuert. Bis zum
Jahresende 2001 soll der Verkehr auf rund 1100 Autobahnkilometer mittels elektronischer Regelung flüssig gehalten werden.

Die Vorteile solch einer Investition in die elektronische Verkehrssteuerung liegen für Dipl. Ing. Wlaka klar auf der Hand:
"Durch solche Maßnahmen werden nicht nur die Kapaziäten erhöht und die Unfälle reduziert, sondern auch der Verbrauch, die Schadstoffemissionen sowie der Lärmausstoß der Fahrzeuge gesenkt".

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