Keusch: NÖ-Wirtschaft soll Lehrlingsausbildung forcieren

St. Pölten, (SPI) - "Ich appelliere mit Nachdruck an die Niederösterreichische Wirtschaft, insbesondere an die Industriebetriebe des Landes, wieder forciert Lehrlinge
auszubilden. Argumentationen wie, daß die steuerliche Belastung für die Lehrlingsausbildung so groß wäre, daß es sich kein Unternehmen leisten kann, sind lächerlich und bedeuten darüber hinaus einen Schnitt ins eigene Fleisch: Denn ohne einer ausreichenden Anzahl bestqualifizierter Facharbeiter wird die niederösterreichische Wirtschaft nicht jene hohe Qualität in der Produktion aufrechterhalten können, die zum Bestehen des internationalen Wettbewerbes unabdingbar ist", erklärte heute SP-Abg. Eduard Keusch.****

"Die derzeit vorherrschende reine Gewinnmaximierungsstrategie, die sich etwa auch im Schließen von Lehrwerkstätten artikuliert, ist abzulehnen, denn Wirtschaften ist ein gemeinsames Handeln von Unternehmern und ihren Belegschaften, das nur dann funktionieren kann, wenn die Belegschaft entsprechend gut ausgebildet ist", betonte Keusch.

Darüber hinaus widerlegen sich die Behauptungen der Wirtschaft selbst, denn die unzähligen Klein- und Mittelbetriebe des Landes bilden nach wie vor Lehrlinge aus, ebenso kann von einem
mangelnden Interesse an der Berufsausbildung keine Rede sein, stellte Keusch klar. Die Antwort auf die wirtschaftliche Herausforderung kann nicht Lohn-, Sozial- oder Umweltdumping sein, sondern nur das Setzen auf qualitativ hochwertige Produkte mit
einer möglichst hohen Wertschöpfung bei gleichzeitiger Rücksichtnahme auf die Umweltressourcen. "Mit dem Angebot der
neuen Fachhochschulen, der laufenden Modernisierung, einer immer besseren Ausstattung unserer Berufsschulen und der Eröffnung neuer Ausbildungsschienen leistet die öffentliche Hand einen
wesentlichen Beitrag, aber auch die Wirtschaft ist aufgerufen, das Notwendige dazu zu tun, schloß Keusch.
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