Leichte Exportzuwächse nach Südasien und Fernost

Auswirkungen der Asienkrise 1997 noch relativ gering - Ausfuhren um 6,1 Prozent, Einfuhren um 7 Prozent gestiegen

PWK - Österreichs Exporte nach Südasien und Fernost betrugen im Gesamtjahr 1997 41,2 Mrd Schilling, was im Vergleich zu 1996 einem Anstieg von 6,1 Prozent entspricht. "Auswirkungen der Asienkrise auf den österreichischen Außenhandel mit dieser Region waren 1997 noch kaum zu bemerken. Für das Jahr 1998 muß allerdings mit Rückgängen gerechnet werden", erklärte Günther Graf, Stv. Leiter der Außenwirtschaftsorganisation in der Wirtschaftskammer Österreich, am 22. April bei einer Pressekonferenz anläßlich der Außenhandelstagung Südasien und dem Firmensprechtag Fernost. Die Importe aus Südasien und Fernost wuchsen 1997 um 7 Prozent auf 51,1 Mrd Schilling an. ****

Während die Ausfuhren in diese Region generell also leicht zunahmen, variieren die Exportergebnisse von Land zu Land zum Teil sehr stark. Der Export nach Japan, Österreichs größtem Handelspartner in Asien, erlitt einen Rückgang von 5,1 Prozent. Die Wirtschaftskammer Österreich betreibt daher mit der japanischen Außenhandelsorganisation JETRO das Exportförderungsprogramm "Successful in Japan". In den chinesischen Raum entwickelten sich die Ausfuhren österreichischer Waren wiederum sehr gut: China (+15,4 Prozent), Hongkong (+29,4 Prozent), Taiwan (+17,3 Prozent). Nur nach Singapur gingen die Lieferungen um 8,3 Prozent etwas zurück. Ebenso konnten in anderen von der Asienkrise betroffenen Ländern wie Malaysia, Indonesien und Südkorea im Durchschnitt Zuwächse von 10 Prozent verzeichnet werden, berichtete Graf.

Hingegen zeigten sich die österreichischen Ausfuhren in einzelne Länder, die nicht in die Asienkrise involviert waren, wie zB nach Indien (-14,5 Prozent) oder Pakistan (-48,6 Prozent) rückläufig. Sprunghaft angestiegen - mit anhaltend positiver Tendenz - sind wiederum die Exporte in den Iran. Die unterschiedlichen Zu- und Abnahmen der heimischen Lieferungen in diesen Regionen sind weniger in Zusammenhang mit der Asienkrise zu sehen, sondern - wie auch in der Vergangenheit - vielmehr auf einen natürlichen zyklischen Kreislauf zurückzuführen, da die Exporte in asiatische Länder sehr stark von Großaufträgen abhängig sind, bemerkte Graf.

Österreichs Hauptausfuhrwaren nach Südasien und Fernost sind traditionell Maschinen und Anlagen, gefolgt von Chemikalien und Pharmazeutika sowie Papier und Pappe. Importseitig gelangen aus diesen Regionen vor allem Textilien und Bekleidungsartikel nach Österreich, aber auch in vermehrtem Maße Elektro- und Elektronikprodukte.

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