SJ-Chef Pichler: "Immer mehr Drogen kommen ins Land!"

"Wenn man bedenkt, daß Drogen tonnenweise nach Europa gebracht werden, ist der Fahndungserfolg der Polizei nicht der Rede wert!"

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute Mittwoch zu den Fahndungserfolgen der Polizei Stellung.

"Alleine in den Andenländern schätzte man die Produktion von Kokain 1995 auf 1000 bis 1500 Tonnen. In Burma wird die Produktion von Opium auf 2400 bis 2500 Tonnen geschätzt und in Afghanistan geht man sogar von 3200 Tonnen aus.

Angesichts dieser Zahlen, kann nicht von Fahndungserfolgen gesprochen werden, da ein Großteil der Drogen weiter problemlos nach Europa gelangt", meinte der Vorsitzende.

"Es ist an der Zeit, über Alternativen in der Drogenpolitik nachzudenken, denn durch Verbote ist das Drogenproblem nicht in den Griff zu bekommen. Der Drogenhandel ist trotz Prohibition einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren weltweit. Ganze Volkswirtschaften würden ohne die illegale Rauschmittelproduktion kollabieren. 90 % der Drogengelder finden problemlos ihren Weg in den Wirtschaftskreislauf der Industrieländer. Daß die bisherige Drogenpolitik nicht greift ist mehr als offensichtlich", so der SJ-Chef weiter.

"Die Sozialistische Jugend wird sich deshalb weiter für eine andere Drogenpolitik einsetzen, auch wenn selbst einige sozialdemokratische Nationalratsabgeordnete unsere Positionen als nicht geistreich befinden", schloß Pichler.

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