SBT: Prokop fordert sofortigen Baustopp - Nahverkehrsausbau vorrangig

Ökologisches Unsinnsprojekt vergeudet kostbares Trinkwasser

Niederösterreich, 22.4.1998(NÖI) Einen sofortigen Stopp der Arbeiten am Semmering-Basistunnel forderte heute NÖ Landeshauptmann-Stellvertreterin Liese Prokop. "Verkehrsminister Einem ist dringend aufgefordert, das ökologisch gefährliche Projekt Semmering-Basistunnel endlich zu stoppen. Alles andere wäre unverantwortlich gegenüber der Bevölkerung und der Umwelt. Täglich gehen mehr als 15 Mio. Liter kostbares Trinkwasser verloren. Insgesamt wurden durch den Semmering-Eisenbahntunnel schon 7 Mrd. Liter Trinkwasser unwiederbringlich vergeudet. Eine Menge, mit der man knapp 150.000 Menschen ein Jahr lang versorgen hätte können", weist Prokop auf die Unsinnigkeit des SBT-Projektes hin.****

Unverständnis äußerte Prokop auch über das Vorhaben des Verkehrsministers, den Tunnel ausschließlich mit Steuergeldern zu finanzieren. "Gerade vor dem Hintergrund der ökologischen Gefährlichkeit aber auch der verkehrspolitischen Unnotwendigkeit wäre Einems Griff in die Taschen der Steuerzahler durch nichts zu rechtfertigen", so Prokop.

"Anstatt weiterhin am Semmering-Eisenbahntunnel festzuhalten, sollte der Verkehrsminister seine Verantwortung wahrnehmen und den dringenden Ausbau des Nahverkehrs in der Ostregion vorantreiben. Tausenden Pendlern und Arbeitnehmern wäre dadurch geholfen. Deshalb haben wir im Rahmen unserer VP-Regierungsklausur auch die Lösung der angespannten Verkehrssituation insbesondere im Umland von Wien als einen unserer Schwerpunkte festgelegt und die rasche Realisierung der B301 sowie den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gefordert. Im Sinne der niederösterreichischen Pendler und Arbeitnehmer sind solche Projekte viel sinnvoller und notwendiger", schloß Prokop.

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