Mikl-Leitner: Einem verkündet erneut unrichtige Prognosen

Sofortiger Baustopp einziger logischer Schritt

Niederösterreich, 21.4.1998(NÖI) "Verkehrsminister Einem operiert erneut mit unrichtigen Prognosen. Von einem 300
prozentigen Verkehrszuwachs kann keine Rede sein. Das ist übertriebene Panikmache", so die Landesgeschäftsführerin der VP Niederösterreich Mag. Johanna Mikl-Leitner in einer ersten
Reaktion auf die Aussagen von Verkehrsminister Einem in der
ZIB2. ****

"Gerade der Verkehrsminister müßte nämlich wissen, daß lediglich der überregionale Güter- und Transitverkehr von der Semmering-Schnellstraße auf die Bahn verlagert werden kann",
stellt Mikl-Leitner klar. Aufgrund aktueller Zählungen des Wirtschaftsministeriums sind dies 164 LKW's pro Tag. Werden
davon 50 Prozent verlagert, sind dies 82 LKW's pro Tag. Das
sind ganze 7 Prozent des gesamten LKW-Verkehrsaufkommens am Semmering. Und dieses Verkehrsaufkommen kann mit zusätzlichen 2
bis 3 Zügen pro Tag bewältigt werden.

Mikl-Leitner sieht die Vorgangsweise Einems als "Flucht nach Vorne". "Die ersten veröffentlichten Meldungen über den Rechnungshof-Bericht bestätigen nämlich die klar ablehnende Haltung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und der VP Niederösterreich. Der SBT ist verkehrspolitisch unnotwendig, ökologisch gefährlich und droht zum finanziellen Desaster zu werden", so die Landesgeschäftsführerin.

Mikl-Leitner fordert daher den sofortigen Baustopp am Sondierstollen. "Jetzt besteht die Möglichkeit eine wirklich zukunftsweisende Nord-Süd-Verbindung im internationalen Eisenbahnverkehr zu schaffen", so Mikl-Leitner.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI