World Vision Österreich

Österreich/Bosnien/EU-Unterstützung

Wien (OTS) - ÖS 49 Mio. Schillinge von der EU-Kommission für Wiederbaufbau von World Vision - Österreich in Bosnien. Der Betrag wird für die Wiederherstellung von zerstörten Wohnhäusern, Gemeindezentren und Schulen mit Hilfe vom World Vision so eingesetzt, daß die Wiederherstellung von Gemeinden ermöglicht wird. Die Region um Zenica, Mittelbosnien, die hier besonders gefördert werden soll, weist die höchste Zahl an Vertriebenen innerhalb Bosniens auf. Besonders unterstützt werden zunächst Rückkehrwillige, die ihre Ansprüche auf bestimmte Häuser rechtfertigen können.

Utl.: Sudan/Flugverbot im Südsudan =

Das Flugverbot, das von der Regierung im Februar verhängt worden war und sämtliche Hilfsflüge mit eingeschlossen hatte, ist vorübergehend seit 2. April ausgesetzt. Die Hilfe kann erneut beginnen. Bruce Menser, World Vision-Direktor im Sudan, hat auf seinem ersten Erkundungsflug seit der Aufhebung des Flugverbotes zusammen mit dem Arzt Dr. Joel Smith feststellen müssen, daß die Hungerkatastrophe im Südsudan wesentlich daramtischere Ausmaße angenommen hat. Weiters ist zu befürchten, daß das Flugverbot jederzeit wieder als Druckmittel gegen die Rebellen eingesetzt werden könnte. World Vision arbeitet gemeinsam mit dem WFP (World Food Program) der UNO intensiv daran so rasch als möglich neue Nahrungszentren in der Krisenregion aufzubauen. Für tausende Menschen kommt die Hilfe zu spät. Mütter, die ihre sterbenden Kinder mit letzter Kraft in die camps bringen und sich in ihrer Hoffnungslosigkeit an das Hilfspersonal wenden, entmutigen auch die optimistischesten Helfer immer wieder. Der menschenverachtende Bürgerkrieg, der seit 15 Jahren in diesem Land tobt, ist auch eine äußerste Herausforderung für die Logistik der Hilfsmannschaften, wie World Vision. Die dringend benötigten Hilfsflüge mußten so lange und so oft unterbrochen werden, daß die gravierende Unterernährung vieler Flüchtlinge nicht mehr aufzuhalten ist.

Utl.: Sierra Leone/Wiederaufbau nach Zerstörung =

Nach der Entmachtung der Militärjunta im Februar braucht das zerstörte Land rasche Hilfe. Der Vandalismus der geschlagenen Truppen hat immensen Schaden hinterlasen. Willkürliche Erschießungen, Raub und Mord erschweren die Normalisierung des Landes. Viele Menschen haben Angehörige erst vor kurzer Zeit verloren und sind gleichzeitig mit dem völligen Fehlen von Nahrungsmitteln konfrontiert. In manchen Gebieten konnte die Ernte teilweise gerettet werden, andere Landstriche sind verödet, ohne Saatgut und Maschinen. Wie die Einwohner sind auch Organisationen wie World Vision Opfer von Zerstörungen geworden. Geräte, Lastwägen, Nahrungsmittel etc. wurden aus der Zentreale geraubt, zerstört oder niedergebrannt. World Vision ist bemüht, die Anzahl der benötigten Starthilfepakete zu erheben, und hat ein Projekt "Essen gegen Arbeit" installiert. Für geleistete Gemeinschaftsarbeit beim Wiederaufbau gibt es Rationen an Aufbaunahrung. Darüber hinaus organisiert World Vision den Tausch von Saatgut gegen Nahrungsmitteln.

Utl.: Mongolei/World Vision hilft Straßenkinder =

Der wirtschaftliche Zusammenbruch des Landes brachte tausende Kinder auf die Straße. In Armut lebende Familien können die Kinder nicht mehr erhalten, der übermäßige Wodkakonsum tut ein übriges, um die familiäre Situation der Kinder unerträglich zu machen und sie auf die Straße zu treiben. World Vision gründete ein Kinderhaus in Ulan Bator, um den "Straßenkindern" einen menschenwürdigen Unterschlupf anzubieten. Die Zusammenarbeit mit der mongolischen Regierung, die sich zu einem fairen Zugang zu Gesundheit und Bildung für alle Kinder bekennt, funktioniert reibungslos. Eine Aufgabe, die angesichts der vielen Straßenkinder kaum zu erfüllen ist. Das vorrangige Ziel von World Vision in Ulan Bator ist die bessere Ernährung der Kinder. Die meisten von ihnen sind auch begierig, wieder in eine Schule gehen zu können. Momentan steht für etwa 40 Kinder ein Lehrer, ein Einheimischer von World Vision ausgebildet, zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es für ältere Kinder einen Haushaltskurs, in dem sie kochen lernen und auch dafür verantwortlich sind, den "Familienhaushalt" selbst zu führen. Die Hilfe zur Selbsthilfe wird wie in allen World Vision-Programmen groß geschrieben.

Rückfragen & Kontakt:

World Vision Österreich - Michaela Gudenus
Tel. 01/717 96-0

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