- 21.04.1998, 13:36:07
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- OTS0166
Liz Larner - I thought I saw a pussycat=
Wien (OTS) -
LIZ LARNER
I thought I saw a pussycat
Pressepreview:Dienstag, 12. Mai 1998, 10.30 Uhr
Ausstellungsort:MAK-Galerie
MAK =96 Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer: 13. Mai =96 26. Juli 1998
Öffnungszeiten:Di =96 So 10.00 =96 18.00 Uhr
Do 10.00 =96 21.00 Uhr, Mo geschlossen
Das MAK präsentiert vom 13. Mai bis 26. Juli 1998 in der MAK-Galerie
di= e neue raumfassende Skulptur I thought I saw a pussycat von Liz
Larner. Seit Ende der 80er Jahre beschäftigt sich die in Los Angeles
ansässig= e Künstlerin ausschlie=DFlich mit Skulptur und der
räumlichen und materiellen Erfahrung der skulpturalen Form. Skulptur
ist für Larner nicht Installation, Materialaktion, noch
dreidimensionale Arbeit oder grenzüberschreitende Verbindung von
Materialien und Medien. Die Künstlerin positioniert sich innerhalb
der traditionsreichen Disziplin,=
hinterfragt und erforscht ihre Parameter und Grenzen, um letztendlich
durch Ausloten und Abtasten die Grenzen ganz selbstverständlich und
scheinbar mühelos aufzuheben. Larner hat konsequent in ihren Arbeiten
festgefahrene Positionen und skulpturale Modi abgefragt und
aufgel=F6st: das Verhältnis von Volumen / Form, Umri=DF / K=F6rper,
Farbe / Material= , statische Formeinheit / kombinatorische oder
proze=DFhafte Formwerdung, Eigenständigkeit / Verankerung im Raum,
Inhalt / Darstellung. Ihre Arbeiten werfen konzeptuelle
Fragestellungen auf, die sie aus sich selbst heraus poetisch,
expressiv oder formal beantworten. Die Erforschung der künstlerischen
Form als autonomes Feld der Auseinandersetzung ist Larners zentrales
Anliegen.
Aus dieser Arbeitsweise ergeben sich Larners scheinbar disparate
Formfindungen. Ihre Arbeiten weisen keine Wiedererkennbarkeiten eines
formalen Repertoires, keine Materialkontinuität oder konzeptuelle
Dogmatismen auf, sondern entwicklen sich immer wieder aufs neue aus
sich selbst heraus. Die komplexen Fragestellungen und konsequenten
L=F6sungsansätze zu erkennen bedarf es einer unverirrbaren
Empfindsamke= it und Bereitschaft.
Für die MAK-Galerie hat Larner die neue gro=DFformative Skulptur I
thou= ght I saw a pussycat geschaffen. Mit pussycat dringt Larner in
tabuisierte Bereiche unserer Sehordnungen. Deceptio visus =96 die
Täuschung unserer=
Wahrnehmung =96 erzeugt Wundersames durch das Gesehene und Erfahrene.
Die= s ist der Tätigkeitsbereich von Illusionisten und Zauberern. Für
Larner=
ist Illusionismus im dreidimensionalen Raum Anla=DF zur
Hinterfragung. Wi= e kann Illusion im Raum und anhand einer Skulptur
erzeugt werden. Welche Illusion und visuelle Täuschung kann
ausschlie=DFlich mittels der Skulp= tur und durch die physischen
Gegebenheiten und M=F6glichkeiten des Mediums erzeugt werden. =84I
thought I saw a pussycat beschreibt eine dreidimensionale,
skulpturale Struktur, die sich in Farbe verbirgt, und deren farbliche
Verschleierung die Wahrnehmung des darunterliegenden Musters
irritiert. Farbe nimmt Form an, beraubt sich selbst der Form und
führt den Betrachter darüber hinaus. Farbe ist Form, aber die Form
de= r Form ist anders als die Form der Farbe: etwas sieht aus wie
nichts, das wie etwas aussieht." (Liz Larner)
Mit v=F6llig neuen Mitteln schlie=DFt sie in dieser Arbeit an ihre
Experimente mit Verwesungs- und Veränderungsprozessen durch
Bakterienzüchtungen an. In cultures (1987) wurde eine
Orchideenblüte,=
Buttermilch und ein Pennystück in einer Petrischale dem ästhetischen
= und bakteriellen Proze=DF freigegeben. =DCber den Zeitraum von
Monaten veränderte sich das Erscheinungsbild unaufh=F6rlich, brachte
neue Rückstände und Verfärbungen hervor und erzeugte eine unendliche
M=F6glichkeit an Bildern. Diese Lebendigkeit einzufangen und die
Unbeständigkeit unserer vornehmlich als konstant erfahrenen
Wahrnehmung=
zu provozieren ist das Anliegen von pussycat. Sie ist als Skulptur im
Raum konzipiert, die der Veränderung in Raum und Zeit und der
Fluiditä= t des Betrachtungsstandpunktes unterliegt. Die Arbeit
befindet sich visuell in einer ständigen Schwingung, die die Einheit
ihrer =84materiellen Schranken=93 zu untergraben versucht. Das
additive und lineare Sehen, also die Gesamtsicht der Fragmente,
erlaubt uns nicht das Gesehene zu erfassen. Larner: =84It is a
phantasm of itself reminding you=
that it is different from itself and you aren't really seeing it or
perceiving it. You can't really see it because it has a paradoxical
relationship to itself. What it looks like and what it is are in
contradiction.=93
Ausstellungsdaten
LIZ LARNER I thought I saw a pussycat
Pressepreview 12. Mai 1998, 10.30 Uhr
Er=F6ffnung12. Mai 1998, 20.00 Uhr
AusstellungsortMAK-Galerie
MAK =96 Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer13. Mai =96 26. Juli 1998
ÖffnungszeitenDi =96 So 10.00 =96 18.00 Uhr
Do 10.00 =96 21.00 Uhr, Mo geschlossen
ProjektleitungDaniela Zyman
KatalogLIZ LARNER: I thought I saw a pussycat
Mit Beiträgen von Peter Noever,
Giovanni Intra, Terry R. Myers und Jan
Tulmor,
ca 18 Seiten, 30 Abbildungen, Hrsg. Peter
Noever,
MAK Wien.
Feiertage 21 . 5. Christi Himmelfahrt10.00 =96 21.00 Uhr
31. 5. Pfingssonntag10.00 =96 18.00 Uhr
1. 6. Pfingstmontag10.00 =96 18.00 Uhr
11. 6. Frohnleichnam10.00 =96 21.00 Uhr
Freier Eintritt 17. 5.Internationaler Museumstag
MAK-Eintritt=F6S 90.-/=F6S 45.- ermä=DFigt für
Schüler, Studente= n,
gesamtSenioren ab 60, Soldaten, Zivildiener,
Gruppen ab 10 Personen.
Freier Eintritt für Kinder bis 10, Mitglieder
der MAK ART SOCIETY (MARS), Studenten der Hochschule für
angewandte Kunst, Museumspa=DF, Arbeitslose,
=F6sterr. Schulklassen.
Rückfragehinweis: Dorothea Apovnik
Tel. +43-1-711 36-233
Fax +43-1-711 36-227
e-mail: presse@mak.at
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