Liz Larner - I thought I saw a pussycat

Wien (OTS) - LIZ LARNER
I thought I saw a pussycat

Pressepreview:Dienstag, 12. Mai 1998, 10.30 Uhr Ausstellungsort:MAK-Galerie
MAK =96 Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien

Ausstellungsdauer: 13. Mai =96 26. Juli 1998
Öffnungszeiten:Di =96 So 10.00 =96 18.00 Uhr
Do 10.00 =96 21.00 Uhr, Mo geschlossen

Das MAK präsentiert vom 13. Mai bis 26. Juli 1998 in der MAK-Galerie di= e neue raumfassende Skulptur I thought I saw a pussycat von Liz Larner. Seit Ende der 80er Jahre beschäftigt sich die in Los Angeles ansässig= e Künstlerin ausschlie=DFlich mit Skulptur und der räumlichen und materiellen Erfahrung der skulpturalen Form. Skulptur ist für Larner nicht Installation, Materialaktion, noch dreidimensionale Arbeit oder grenzüberschreitende Verbindung von Materialien und Medien. Die Künstlerin positioniert sich innerhalb der traditionsreichen Disziplin,=

hinterfragt und erforscht ihre Parameter und Grenzen, um letztendlich durch Ausloten und Abtasten die Grenzen ganz selbstverständlich und scheinbar mühelos aufzuheben. Larner hat konsequent in ihren Arbeiten festgefahrene Positionen und skulpturale Modi abgefragt und aufgel=F6st: das Verhältnis von Volumen / Form, Umri=DF / K=F6rper, Farbe / Material= , statische Formeinheit / kombinatorische oder proze=DFhafte Formwerdung, Eigenständigkeit / Verankerung im Raum, Inhalt / Darstellung. Ihre Arbeiten werfen konzeptuelle Fragestellungen auf, die sie aus sich selbst heraus poetisch, expressiv oder formal beantworten. Die Erforschung der künstlerischen Form als autonomes Feld der Auseinandersetzung ist Larners zentrales Anliegen.

Aus dieser Arbeitsweise ergeben sich Larners scheinbar disparate Formfindungen. Ihre Arbeiten weisen keine Wiedererkennbarkeiten eines formalen Repertoires, keine Materialkontinuität oder konzeptuelle Dogmatismen auf, sondern entwicklen sich immer wieder aufs neue aus sich selbst heraus. Die komplexen Fragestellungen und konsequenten L=F6sungsansätze zu erkennen bedarf es einer unverirrbaren Empfindsamke= it und Bereitschaft.

Für die MAK-Galerie hat Larner die neue gro=DFformative Skulptur I thou= ght I saw a pussycat geschaffen. Mit pussycat dringt Larner in tabuisierte Bereiche unserer Sehordnungen. Deceptio visus =96 die Täuschung unserer=

Wahrnehmung =96 erzeugt Wundersames durch das Gesehene und Erfahrene. Die= s ist der Tätigkeitsbereich von Illusionisten und Zauberern. Für Larner=

ist Illusionismus im dreidimensionalen Raum Anla=DF zur Hinterfragung. Wi= e kann Illusion im Raum und anhand einer Skulptur erzeugt werden. Welche Illusion und visuelle Täuschung kann ausschlie=DFlich mittels der Skulp= tur und durch die physischen Gegebenheiten und M=F6glichkeiten des Mediums erzeugt werden. =84I thought I saw a pussycat beschreibt eine dreidimensionale, skulpturale Struktur, die sich in Farbe verbirgt, und deren farbliche Verschleierung die Wahrnehmung des darunterliegenden Musters irritiert. Farbe nimmt Form an, beraubt sich selbst der Form und führt den Betrachter darüber hinaus. Farbe ist Form, aber die Form de= r Form ist anders als die Form der Farbe: etwas sieht aus wie nichts, das wie etwas aussieht." (Liz Larner)

Mit v=F6llig neuen Mitteln schlie=DFt sie in dieser Arbeit an ihre Experimente mit Verwesungs- und Veränderungsprozessen durch Bakterienzüchtungen an. In cultures (1987) wurde eine Orchideenblüte,=

Buttermilch und ein Pennystück in einer Petrischale dem ästhetischen = und bakteriellen Proze=DF freigegeben. =DCber den Zeitraum von Monaten veränderte sich das Erscheinungsbild unaufh=F6rlich, brachte neue Rückstände und Verfärbungen hervor und erzeugte eine unendliche M=F6glichkeit an Bildern. Diese Lebendigkeit einzufangen und die Unbeständigkeit unserer vornehmlich als konstant erfahrenen Wahrnehmung=

zu provozieren ist das Anliegen von pussycat. Sie ist als Skulptur im Raum konzipiert, die der Veränderung in Raum und Zeit und der Fluiditä= t des Betrachtungsstandpunktes unterliegt. Die Arbeit befindet sich visuell in einer ständigen Schwingung, die die Einheit ihrer =84materiellen Schranken=93 zu untergraben versucht. Das additive und lineare Sehen, also die Gesamtsicht der Fragmente, erlaubt uns nicht das Gesehene zu erfassen. Larner: =84It is a phantasm of itself reminding you=

that it is different from itself and you aren't really seeing it or perceiving it. You can't really see it because it has a paradoxical relationship to itself. What it looks like and what it is are in contradiction.=93

Ausstellungsdaten

LIZ LARNER I thought I saw a pussycat

Pressepreview 12. Mai 1998, 10.30 Uhr
Er=F6ffnung12. Mai 1998, 20.00 Uhr
AusstellungsortMAK-Galerie
MAK =96 Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer13. Mai =96 26. Juli 1998
ÖffnungszeitenDi =96 So 10.00 =96 18.00 Uhr
Do 10.00 =96 21.00 Uhr, Mo geschlossen

ProjektleitungDaniela Zyman

KatalogLIZ LARNER: I thought I saw a pussycat
Mit Beiträgen von Peter Noever,

Giovanni Intra, Terry R. Myers und Jan Tulmor,

ca 18 Seiten, 30 Abbildungen, Hrsg. Peter Noever,

MAK Wien.

Feiertage 21 . 5. Christi Himmelfahrt10.00 =96 21.00 Uhr
31. 5. Pfingssonntag10.00 =96 18.00 Uhr
1. 6. Pfingstmontag10.00 =96 18.00 Uhr
11. 6. Frohnleichnam10.00 =96 21.00 Uhr

Freier Eintritt 17. 5.Internationaler Museumstag

MAK-Eintritt=F6S 90.-/=F6S 45.- ermä=DFigt für
Schüler, Studente= n,

gesamtSenioren ab 60, Soldaten, Zivildiener,
Gruppen ab 10 Personen.
Freier Eintritt für Kinder bis 10, Mitglieder

der MAK ART SOCIETY (MARS), Studenten der Hochschule für angewandte Kunst, Museumspa=DF, Arbeitslose, =F6sterr. Schulklassen.

Rückfragen & Kontakt:

Dorothea Apovnik
Tel. +43-1-711 36-233
Fax +43-1-711 36-227
e-mail: presse@mak.at

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