AK: Schienen-Infrastruktur zügig ausbauen

Straßengüterverkehr wächst ungebremst

Wien (OTS) - Als notwendige und richtige Klarstellung begrüßt
die AK Wien das heutige Bekenntnis von Caspar Einem zum Bau des Semmering-Basistunnels. Der Güterverkehr wachse um mehr als 3 Prozent jährlich. Um einer Lkw-Lawine auf der Straße zu entkommen sei die Modernisierung der Schienen Infratsruktur eine vorrangige Aufgabe. Dazu gehörten der Bau von Güterterminals, aber auch der Ausbau überregionaler Strecken wie der Südbahn. Andere Varianten wie die Süd-Ost-Spange würden nur eine teure Verschiebung auf Jahrzehnte bedeuten. ****

Mit einem Wachstum von mehr als 3 Prozent jährlich liege der Straßengüterverkehr in Österreich ebenso wie im EU-Durchschnitt -trotz aller anderslautenden offiziellen Zielsetzungen - deutlich über dem Wachstum der Wirtschaft. Mit anderen Worten: Die LKW-Lawine, insbesondere jene zwischen dem Norden und dem Süden der
EU, wächst ungebremst.

Jede Verlagerung dieser Güterströme auf die Schiene ist daher wichtig, betont die AK Wien. Aber auch für Industrie und Arbeitsplätze in den an der Südbahnstrecke liegenden Regionen sei es wichtig, daß der Verkehrsminister am Plan des Semmering-Basistunnels festhalte. Die jetzige Strecke könne den wachsenden Güterverkehr nicht aufnehmen. Der von den Gegnern des Tunnels vorgebrachte Verweis auf die sogenannte Süd-Ost-Spange bedeute ein Verschieben einer Eisenbahnlösung um Jahrzehnte, denn bei der Süd-Ost-Spange sei mit mindestens ebenso großen Problemen bei der Umsetzung, mit letztlich deutlich höheren Kosten und daher auch
mit entsprechenden Verzögerungen zu rechnen. Mittelfristig heiße das, die LKW-Lawine werde weiter wachsen und die für die Arbeitsplätze so wichtige Industrie in der Steiermark und in Kärnten werde von hochrangigen Verbindungen abgekoppelt.

Ein Verzicht auf den Semmering-Basis-Tunnel wäre auch ein harter Schlag für den Personenverkehr auf der Schiene: In der Konkurrenz mit der laufend weiter ausgebauten Straße würde die Bahn aufgrund der notwendigen Reisezeit über die historische Ghega-Route weiter an Terrain verlieren. Niemand käme auf die Idee, die Autos im 21. Jahrhundert auf Straßen des 19. Jahrhunderts fahren zu lassen.
Wenn das der Bahn dennoch zugemutet würde, könne dies nur heißen, daß das Verkehrsproblem nicht ernst genommen werde, kritisiert die AK. Der steigende LKW- und PKW-Verkehr sei aber inzwischen Umweltproblem Nummer eins.

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