Hofbauer: Einem operiert bewußt mit falschen Zahlen und Prognosen zum SBT

Niederösterreich, 21.4.1998 (NÖI) Verkehrsminister Einem versucht den Semmering-Bahntunnel bewußt mit falschen Prognosen
zum Verkehrsaufkommen zu verteidigen, erklärte heute der Verkehrssprecher der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. Johann Hofbauer.****

Es kann nämlich lediglich der überregionale Güter- und Transitverkehr von der Semmering-Schnellstraße auf die Bahn verlagert werden. Aufgrund aktueller Zählungen des Wirtschaftsministeriums sind dies lediglich 164 LKW's pro Tag. Werden davon 50% verlagert, sind dies 82 LKW's pro Tag. Das sind ganze 7 Prozent des gesamten LKW-Verkehrsaufkommens am Semmering. Und dieses Verkehrsaufkommen kann mit zusätzlichen 2 bis 3 Zügen pro Tag bewältigt werden. "Wozu also ist der SBT, was den Güterverkehr betrifft notwendig?", so Hofbauer.

Hofbauer betonte darüber hinaus, daß auch der Vergleich Einems zum Ausbau der Südbahn unrichtig ist. So sind nämlich neben dem Ausbau des Semmering-Bahntunnels auch die Vor- und
Nachlaufstrecken zu berücksichtigen. Damit erhöhen sich die Kosten auf mehr als 20 Milliarden Schilling. Dies verschweigt Einem wissentlich!

Weitaus vernünftiger als der Bau des Milliardendings am Semmering ist der Ausbau der Süd-Ost-Spange. Sie ist nämlich weitaus billiger. Die Zahlen, die Einem nennt, sind von Grund auf falsch. Diese Alternative wird nämlich nicht mehr als 15
Milliarden Schilling kosten. Damit könnten aber noch zusätzliche Vorteile, die der SBT nicht bietet, erzielt werden, wie die zusätzliche Erreichbarkeit der Oststeiermark und des Südburgenlands, eine zusätzliche Erhöhung der Leistungsfähigkeit, eine Attraktivierung der Aspangbahn. Die Süd-Ost-Spange kann darüber hinaus mittelfristig nämlich 2005 - 2010 realisiert werden. "Durch den möglichen Ausbau in Teilabschnitten kann auf
das künftige Verkehrsaufkommen angepaßt reagiert werden und durch die Mitbenützung bzw. angepaßte Adaptierung bereits vorhandener Strecken werden Kosten eingespart."
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