Großräumige Strahlenschutzübung im Bezirk Gmünd

Ausgangssituation war Störfall in einem tschechischen Kraft- werk

St.Pölten (NLK) - Im Bezirk Gmünd fand kürzlich eine Strahlenschutzübung statt, bei der die Behörden und die Katastrophenhilfsdienste sowie die Mitarbeiter des Selbst- und Zivilschutzes ihre Einsatzbereitschaft und ihre Möglichkeiten überprüfen konnten. Als Übungssituation wurde ein schwerer Störfall im tschechischen Kern-kraftwerk Temelin mit einer großräumigen Verstrahlung im Nahbereich des Kraftwer-kes sowie mit Fluchtbewegungen der örtlichen Bevölkerung nach Österreich ange-nommen. Zentrale Aufgabe der insgesamt 135 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuer-wehren, Rotem Kreuz, Volkshilfe, Zivilschutzverband, Bundesheer, Gendarmerie, Zollwache etc. war
es, sofort alle Maßnahmen zur Information und zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten. Gleichzeitig hatten die Einsatzkräfte die Aufgabe, eine funk-tionsfähige Dekontaminierungs- und Sanitätshilfestelle aufzubauen, um für die von der Strahlenbelastung betroffene Bevölkerung eine medizinische Sofortbetreuung zu ermöglichen. Zusätzliche Bundesheerangehörige fungierten zudem als Strahlenopfer, die so rasch wie möglich psychologisch und medizinisch zu versorgen und zu verpfle-gen
waren. Außerdem wurden an insgesamt 75 Meßpunkten innerhalb und außerhalb des Verwaltungsbezirkes Strahlenmessungen durchgeführt und Trinkwasserproben gezogen. Alle für die Übung gesetzten Ziele konnten laut Bezirkshauptmannschaft Gmünd voll erreicht werden.

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