LR Bauer: EU-Fördergelder für die March-Thaya-Auen

EU-Umweltkommissarin Bjerregaard will "wohlwollend" prüfen

St.Pölten (NLK) - "Das bereits bestehende LIFE-Projekt March-Thaya-Auen soll mit Gesamtkosten von 33 Millionen Schilling weiter ausgebaut werden, wovon etwa die Hälfte aus EU-Fördergeldern lukriert werden soll. Damit kann der Schutz dieses Gebietes mit seiner einzigartigen Gewässervernetzung sichergestellt und ausgebaut werden", sagte Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer gestern anläßlich eines Besuches des Projektes gemeinsam mit EU-Umweltkommissarin Ritt Bjerregaard und Bundesminister Dr. Martin Bartenstein.

Hinsichtlich der entsprechenden finanziellen Dotation hielt Minister Bartenstein fest, Österreich habe bereits sehr viele LIFE-Gelder bekommen, das Land sei sicher ein Mitgrund, daß die EU ökologischer geworden sei. Für Frau Bjerregaard ist klar, daß das Projekt weitergehen soll, sie stellte eine "wohlwollende Prüfung" des Vorhabens in Aussicht.

"Analog zum geförderten Projekt Rothwald, dem letzten europäischen Urwald in Niederösterreich, sollen mit den Fördergeldern die dauerhafte Erhaltung dieser Aulandschaft und entsprechende Maßnahmen wie Flußrevitalisierungen, naturnahe Bewirtschaftung, Wiedereinsetzung vom Aussterben bedrohter
Tierarten etc. finanziert werden. Die in diesem Projekt geübte Zusammenarbeit mit slowakischen Experten und Organisationen könnte wieder - ähnlich dem Nationalpark Thayatal - zu einer internationalen Kooperation führen", so Bauer weiter.

Das EU-LIFE-Projekt "Ramsar-Management für die March-Thaya-Auen" aus dem Jahr 1995 fußt auf einem Konzept, das der Distelverein, eine gemeinsame Plattform von Bauern, Jägern und Naturschützern, mit Experten vor Ort erarbeitet hat. Gemäß Ramsar-Konvention, der Österreich 1983 beigetreten ist, gelten die March-und Thaya-Auen als Teil des Gesamtkomplexes Donau-March-Thaya-Auen als ausgewiesenes Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. In
den Jahren 1995 bis 1998 flossen insgesamt 26 Millionen Schilling aus Mitteln des EU-LIFE-Topfes, des Umweltministeriums, der Wasserstraßendirektion und des Landes Niederösterreich in die Renaturierung der March-Thaya-Auen. Bezüglich der Weiterführung der erfolgreichen Arbeit soll Ende April in Brüssel entschieden werden.

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