Das Caritas Frauenhaus Miriam feiert zehnjähriges Jubiläum

Kleine Schritte in eine große Zukunft

Wien, 21, 4. 1998 (car-pd).

Seit zehn Jahren steht das Caritas Haus äMiriam" Frauen als Wohnheim in Krisensituationen offen. Die Krisen der Frauen sind vielfältig: Manche wurden schon als Kind mißbraucht, wurden geschlagen oder haben Alkohol- und Drogenmißbrauch hinter sich. Doch über ihre Vergangenheit schweigen die Frauen meist, zu tief liegt der Schmerz.
Trotz allem haben sie ihren Lebensmut nicht verloren und meistern gemeinsam mit ihren Betreuerinnen ihre persönliche Krisensituation. Nach ungefähr eineinhalb Jahren zieht die Bewohnerin in eine Caritas Startwohnung. Viele kleine Schritte in eine große Zukunft sind dazu nötig.
In einer dreimonatigen Probezeit beweisen sie, daß sie sich in die Gemeinschaft des Hauses eingliedern wollen und erledigen kleinere Arbeiten im äRadldienst". Ebenso leistet jede Frau monatlich einen gestaffelten Kostenbeitrag. Wer das nicht schafft, hilft im Haus mit. Die Stimmung ist ein herzliches Miteinander, bei dem jede ihren persönlichen Freiraum behält. Sie können in der äSaftbar" Besuche empfangen oder sich über Nacht bei ihren Betreuerinnen abmelden. Gemeinsam wird die Persönlichkeit jeder einzelnen im gegenseitigen Vertrauen aufgebaut.
Nun ist das Haus herausgeputzt, das zehnjährige Jubiläum soll gebührend gefeiert werden. Hierzu laden Betreute und Betreuerinnen herzlichst ein. Eine Woche lang finden im Haus Führungen und Veranstaltungen statt.

Höhepunkt der Veranstaltung ist am Samstag, den 25. April 1998. Nach einem Wortgottesdienst um 10 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema äIst Armut weiblich?" statt. Es diskutieren u.a. der Wiener Caritasdirektor Michael Landau und Therezja Stoisits (Die Grünen).

Auskünfte erhalten Sie im Haus Miriam: Tel. 01/408 60 45.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR/19