LR Bauer: EU-Fördergelder für die March- und Thaya-Auen

EU-Umweltkommissarin Bjerregaard sichert "wohlwollende Prüfung" zu

St. Pölten, (SPI) - Die niederösterreichischen March- und Thaya-Auen sind als Teil des Gesamtkomplexes der Donau-March-Thaya-Auen ein gemäß der Ramsar-Konvention (Zielsetzung dieses Übereinkommens ist der Schutz von Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung; Österreich ist der Konvention im Jahr 1983 beigetreten) ein ausgewiesenes Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Um dem ökologischen Wert dieses Gebietes Rechnung zu tragen, wurde unter Federführung des "Distelvereins" - einer gemeinsamen Ökoplattform von Bauern, Jägern und Naturschützern - ein Konzept zum Schutz und der ökologischen Bewahrung dieses Naturjuwels ausgearbeitet. Am heutigen Tag besuchte EU-Umweltkommissarin Ritt Bjerregaard gemeinsam mit BM Dr. Martin Bartenstein und NÖ Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer das "LIFE-Projektgebiet", um das
Projekt zu besichtigen.****

"Das bereits bestehende Projekt soll nun mit einem Gesamtkostenaufwand von 33 Millionen Schilling ausgebaut werden, wofür wir etwa die Hälfte der Mittel aus EU-Fördergeldern lukrieren wollen. Damit soll der Schutz dieses Gebietes mit seiner einzigartigen Gewässervernetzung sichergestellt und ausgebaut werden. Ein Gelingen dieses "Ramsar-Projektes" setzt natürlich
eine entsprechende finanzielle Dotation voraus, worüber nun mit EU-Umweltkommissarin Ritt Bjerregaard gesprochen wurde", stellt Umweltlandesrat Dr. Hannes Bauer heute fest.

"Analog zum geförderten Projekt "Rothwald" - dem letzten europäischen "Urwald" in Niederösterreich - sollen mit den Fördergeldern die dauerhafte Erhaltung dieser Aulandschaft und die entsprechenden Maßnahmen (Flußrevitalisierungen, naturnahe Bewirtschaftung, Wiedereinsetzung vom Aussterben bedrohter Tierarten, etc.) finanziert werden. Die in diesem Projekt geübte Zusammenarbeit mit slowakischen Experten und NGO´s könnte wieder -ähnlich wie beim Nationalpark Thayatal - zu einer internationalen Kooperation führen", so Bauer weiter. "Jedenfalls wurde seitens
der EU-Kommissarin eine "wohlwollende Prüfung" unseres Anliegens zugesichert, womit sicher ein wichtiger Schritt getan ist. Es gilt aber auch allen beteiligten Gemeinden und den Bürgern für ihr Verständnis und ihr "Mittun" zu danken - denn nur durch gemeinsame Anstrengungen werden solche Projekte erst möglich", schloß Landesrat Bauer.
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