KfV fordert: Höhere Strafen für Gurtenmuffel

Ein Drittel der tödlich verunglückten Fahrzeuginsassen nicht angegurtet

Wien (OTS) - Eine Anhebung des Strafgeldes für Gurtenmuffel von öS 100,-- auf öS 500,-- fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit angesichts der Unfallbilanz der letzten Woche. Im Zeitraum vom 14. bis 19. April 1998 kamen 9 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben. Ein Drittel der Getöteten war nicht angegurtet.

Österreichweit sind durchschnittlich 25,8% aller Lenker und 22,1% der Beifahrer ohne Gurt unterwegs, 63,3% der Fondpassagiere sind nicht angeschnallt, und 33,9% aller Kinder werden im Auto ungesichert transportiert. Dramatische Unfälle zeigen immer wieder, daß ungesicherte Fahrzeuginsassen mit voller Wucht aus dem Wagen geschleudert werden. Der Verzicht auf den Lebensretter Gurt endet in den meisten Fällen fatal.

Um diesem tödlichen Leichtsinn entgegenzuwirken, startet das Kuratorium für Verkehrssicherheit - gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), ARBÖ, ÖAMTC und dem Verkehrsministerium - im Mai 1998 eine breit angelegte Initiative zur Verbesserung der Anschnallquoten. Mit österreichweiten Schwerpunktaktionen sollen Bewußtseinsbildung und Information den Griff zum Gurt erleichtern.

Weitere Unfallursachen waren nichtangepaßte Geschwindigkeit (3), Vorrangverletzung (2) und Übermüdung (2). Vom 1. Jänner bis zum 19. April gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 207 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 264 Menschen tödlich.

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