Fehlgebrauch von Medikamenten: Österreich mit USA nicht vergleichbar

Wien (OTS) - Apotheker stehen als Medikamenten-Berater jederzeit zur Verfügung =

Die gestern in der ZiB 2 von Dr. Magometschnigg
präsentierten Daten über tödliche Folgen bei der Fehlanwendung von Medikamenten in amerikanischen Spitälern stimmt. Die Daten sind aber nicht direkt auf Österreich übertragbar. Das stellte heute der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Herbert Cabana, fest.

Die Daten seien deswegen nicht direkt übertragbar, da es in Österreich sowohl im Spital als auch in der Versorgung ambulanter Patienten mit Medikamenten ein gänzlich anderes Gesundheitssystem und eine andere Ausbildung gibt, als in den USA. Auch die rechtlichen Grundlagen sind nicht vergleichbar. Daher ist Österreich eines der Länder mit der höchsten Arzneimittelsicherheit. Das ist, so Cabana, sicher auf die Rolle Apotheker als Berater der Patienten und der Ärzte bei der Anwendung von Medikamenten zurückzuführen.

Damit regelmäßig Apotheker über Wirkungen und mögliche unerwünschte Wirkungen aller Arzneimittel, die neuesten mit eingeschlossen, informieren können, veranstaltet die Österreichische Apothekerkammer immer wieder Fortbildungsveranstaltungen und gibt Fachinformationen heraus. Darüber hinaus hat die Apothekerkammer schon seit vielen Jahren eine Telefonhotline für Arzneimittelfragen eingrichtet, die täglich von 8-18 Uhr von Apothekern und Ärzten in Anspruch genommen werden kann.

Österreichweit stehen in den Spitalsapotheken und in den öffentlichen Apotheken über 4000 Apothekerinnen und Apotheker für Auskünfte, in dringenden Fällen auch am Wochenende oder während des Nachtdienstes, zur Verfügung. Cabana rät allen Patienten, die durch die Veröffentlichung der amerikanischen Nebenwirkungsstudie jetzt möglicherweise verunsichert sind, oder die sonstige Fragen zur richtigen Anwendung von Arzneimitteln haben, sich vertrauensvoll an ihre Apothekerin, an ihren Apotheker zu wenden. Schließlich seien auch alle Apotheker und Ärzte durch das Informationssystem "Rote Hand" direkt mit der Arzneimittelzulassungsstelle im Ministerium in Kontakt, was wesentlich zur Arzneimittelsicherheit in Österreich beiträgt, schloß Dr. Cabana.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO/OTS