Hofbauer: RH-Bericht darf von Einem nicht ignoriert werden

Baustopp des Semmering-Bahntunnels muß sofort erfolgen

Niederösterreich, 17.4.1998 (NÖI) Als grob fahrlässig bezeichnete der Verkehrssprecher der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. Johann Hofbauer, das Verhalten von Verkehrsminister Einem in Sachen Semmering-Eisenbahntunnel. "Es kann nicht angehen, daß ein Minister einen eindeutigen Rechnungshofbericht ignoriert, nur um
ein Prestigeprojekt durchzupressen."****

In einem Rechtsstaat muß das Recht gewahrt werden. Dies dürfte allerdings für die Sozialisten, wenn es um ihr milliardenschweres Unsinnsprojekt geht, nicht zutreffen. So werden im Rechnungshofbericht eindeutige Punkte angeführt, die einen Weiterbau des Semmering-Bahntunnels völlig ad absurdum führen, so Hofbauer weiter.

So wird in dem Bericht festgestellt, daß die Baukosten von den ursprünglich geplanten 3,5 Milliarden auf eine zweistellige Milliardenzahl hinaufkatapultiert wurden, daß noch immer keine Wirtschaftlichkeitsstudie erstellt wurde und daß es kaum Fahrzeitverkürzungen durch den Tunnel geben wird. Alles Fakten, über die nicht hinweggesehen werden darf. Ich fordere daher den Verkehrsminister auf, endlich einen Funken an Verantwortungsbewußtsein zu zeigen und einen sofortigen Baustopp des Semmering-Bahntunnels zu erwirken. Es sind ohnehin schon genug Steuergelder im Berg vergraben wurde, betonte Hofbauer.

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