LIF-Wien: Trotz Pfandrad bleibt Wien in Sachen Radverkehr weiter Entwicklungsland!

Pöschl: "Zumindest 6 % Radverkehrsanteil am modal-split bis 2001!"

Wien (OTS) "Daß sich Verkehrsstadtrat Svihalek nach einjähriger Reaktionszeit endlich dazu entschlossen hat, den vom Liberalen Forum im April '97 eingebrachten Antrag auf Einführung des Radverleihsystems umzusetzen, ist erfreulich", meinte heute der liberale Verkehrssprecher, Hanno Pöschl. Trotz dieser Politik der kleinen Schritte bestehe aber immer noch immenser Handlungsbedarf, um die von der Stadt Wien im Verkehrskonzept 1994 anvisierte Verdoppelung des Radfahranteils am Gesamtverkehrsaufkommen von 3 auf 6% zu realisieren.

"Tatsächlich liegt der Radverkehrsanteil in Wien noch bei erschütternden 2,3%", so Pöschl. Um dieses beschämende Defizit zu beheben, forderten die Liberalen ein Maßnahmenpaket zur Attraktivierung des Radverkehrs, das folgende Aktivitäten vorsieht.

* Mehr Budgetmittel für Radverkehrsplanungen. So wurden die Budgetmittel für Radwege von 1997 auf 1998 um 9,3 Millionen Schilling gekürzt.

* Ausbau des Radverkehrsnetzes, bevorzugt in Form von Radstreifen und Mehrzweckstreifen.

* Bike-check für bestehende und neu zu errichtende Radverkehrsanlagen.

* Förderung von witterungsgeschützten und diebstahlsicheren Abstellplätzen in ausreichender Anzahl für Fahrräder bei Wohnhäusern und sonstigen Gebäuden.

* Eine gesetzliche Verankerung bei Neubauten: eine konkrete Anzahl von Abstellplätzen pro Wohneinheit und/oder pro Quadratmeter zu errichten (z.B. 2 Abstellplätze pro Wohneinheit).

* Vermehrte Öffnung von Einbahnstraßen für Fahrräder zum Fahren gegen die Einbahn unter Zuhilfenahme eines durch Bodenmarkierung sichtlich gemachten Radfahrstreifens.

* Bereitstellung von diebstahlsicheren und witterungsgeschützten Fahrradabstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum.

* Aufhebung der Benützungspflicht von Radwegen für RadfahrerInnen ab 16 Jahren.

* Kostenfreier Transport von Fahrrädern in U-Bahnen.

"Wenn Maßnahmen, wie diese realisiert werden, dann würde es auch einen Grund für PR-Jubelkampagnen geben, bis dahin wird Wien auch weiter Radentwicklungsland bleiben", so Pöschl abschließend.

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