VA Technologie AG: Geschäftsjahr 1997

Wien (OTS) - Neuerlich Wachstum bei Umsatz und Ergebnis, Auftragseingang stabil trotz Asienkrise

  • EGT um 10 % gesteigert
  • Ergebnis je Aktie +14 %
  • ROCE 12,4 %
  • Economic Value Added ATS 333 Mio
  • Dividendenvorschlag: Erhöhung um 7 % auf ATS 32 je Aktie

VA Technologie AG (VA TECH), der global tätige Technologiekonzern mit Sitz in Österreich, zeigte 1997 neuerlich Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Der Auftragseingang blieb trotz Asienkrise stabil. Die Geschäftsentwicklung in den Konzernbereichen war gekennzeichnet durch ein starkes Ergebniswachstum in der Metallurgietechnik, Wachstum in Geschäftsvolumen und Ergebnis in der Energie- und Umwelttechnik trotz Ergebnisrückgang und Restrukturierung im Thermischen Kraftwerksbau sowie einem niedrigeren Ergebnis bedingt durch Geschäfstrückgang und Restrukturierung im Konzerbereich Anlagentechnik und Dienstleistungen. Auch 1997 zeigte der Konzern ein ausgewogenes Regionalportfolio im Auftragseingang sowie eine solide Bilanzstruktur. Dies erklärte heute der Vorstand der VA Technologie AG anläßlich der Präsentation über das Geschäftsjahr 1997.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 10 % von ATS 1.672 Mio (1996) auf ATS 1.840 Mio gesteigert werden. Der Jahresüberschuß 1997 lag mit ATS 1.508 Mio um 7 % über dem des Vorjahres (ATS 1.404 Mio). Die Betriebsleistung (Umsatz plus Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) stieg im selben Zeitraum um 16 % auf ATS 43,9 Mrd (1996: ATS 37,9 Mrd). Die Umsatzerlöse erhöhten sich 1997 um 15 % von ATS 33,5 Mrd (1996) auf ATS 38,4 Mrd.

Der Cash Flow aus dem Ergebnis stieg um 1 % auf ATS 2.232 Mio (1996: ATS 2.204 Mio) und lag damit um 18 % über den Gesamtinvestitionen in Höhe von ATS 1.896 Mio. Davon wurden ATS 896 Mio in Firmenakquisitionen und Beteiligungen investiert. Die größten Akquisitionen waren das deutsche Softwarehaus SEITZ, der Erwerb der restlichen 35 %-Anteile an der EBG sowie der Erwerb von 59 % am kroatischen Komponentenfertiger DURO DAKOVIC.

Im Jahresdurchschnitt 1997 waren 17.986 Mitarbeiter im Unternehmen der VA TECH, die in den Konzernabschluß einbezogen waren, beschäftigt (1996: 16.665).

Der ÖVFA-Gewinn stieg von ATS 1.260 Mio in 1996 auf ATS 1.440 Mio. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von ATS 96 (1996: ATS 84) oder einer Steigerung von 14 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von ATS 480 Mio vorschlagen, das sind ATS 32 pro Aktie (nach ATS 30 im Jahr 1996).

Auftragseingang: Ausgewogener Geschäfte- und Regionalmix

Der konsolidierte Auftragseingang des Konzerns lag 1997 mit ATS 44,1 Mrd etwa auf der Höhe des Vorjahres (ATS 44,6 Mrd). Die hereingenommenen Aufträge zeigen einen ausgewogenen Geschäfte- und Regionalmix.

Die Anteile der Konzernbereiche am Auftragseingang waren 1997: 29 % Metallurgietechnik, 42 % Energie- und Umwelttechnik und 29 % Anlagentechnik und Dienstleistungen.

Das Regionalportfolio zeigt sich wie folgt: Westeuropa 30 %, Asien/Pazifik 22 %, Österreich 20 %, Naher/Mittlerer Osten, Nordafrika 11 %, Nord- und Südamerika 6 %, Afrika und sonstige 6 %, Reformländer, GUS 5 %.

Der Währungsmix im Auftragseingang zeigt eine gute Struktur. Rund 73 % der neuen Aufträge werden in Währungen des EURO-Blocks abgerechnet, 17 % in US-Dollar.

Auftragsstand: Risikostreuung durch mehr als 10.000 Projekte

Der Auftragsstand des VA TECH-Konzerns stieg im Berichtsjahr um 7 % von ATS 80,4 Mrd (1996) auf ATS 85,7 Mrd und erreichte einen Höchststand. Schwerpunkte nach Regionen sind Europa und Asien. Mit mehr als 10.000 Projekten im Auftragsstand ist das Auftragsrisiko der VA TECH breit gestreut. Mehr als die Hälfte des Wertes des Auftragsstandes entfallen auf Projekte kleinerer (bis ATS 100 Mio) und mittlerer Größenordnung (ATS 100 Mio bis ATS 500 Mio), 32 % bilden Projekte in einer Größenordnung von über einer Milliarde Schilling.

Kontinuierliche Wertschaffung in den letzten Jahren

Die Kennzahlen der im VA TECH Konzern neu eingeführten wertorientierten Unternehmensführung zeigen eine kontinuierliche Wertschaffung in den vergangenen Jahren. 1997 erreichte die VA TECH bei einem Capital Employed von ATS 15,1 Mrd einen ROCE (Return on Capital Employed) von 12,4 % (1996: 12,6 %). Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) betrugen 10,2 % für den VA TECH-Konzern. Der Economic Value Added (EVA) betrug im Jahr 1997 ATS 333 Mio (1996: ATS 334 Mio). Die Verzinsung des Eigenkapitals betrug 1997 19,3 %.

Produkt- und Verfahrensinnovation: Über 1,1 Milliarden Schilling - 700 neue Patentanmeldungen

Die Aufwendungen für Produkt- und Verfahrensinnovation waren 1997 höher als die Sachanlageinvestitionen und betrugen ATS 1.130 Mio. 56 % davon wurden für Technologieprogramme zur Entwicklung neuer Produkte und Leistungen aufgewendet, 44 % für Technologiepflege und F&E-Infrastruktur. Rund 700 Patente wurden im vergangenen Jahr neu angemeldet. Damit verfügt die VA TECH derzeit über rund 5.000 Patente und Patentanmeldungen.

Rund 20 % des Konzern-Auftragseinganges 1997 stammen aus Innovationen der letzten fünf Jahre.

Vermögens- und Kapitalstruktur: Kontinuierlich solide Entwicklung

Das Anlagevermögen ist 1997 - zum Großteil durch Veränderungen im Konsolidierungskreis - um 7 % gestiegen. Die niedrige Anlagenintensität von 8 % (Sachanlagevermögen/Bilanzsumme) ist Ausdruck der Ausrichtung des Konzerns auf Technologie und Services.

Die Brutto-Anzahlungen wuchsen um 12 % auf ATS 39,9 Mrd. Dies entspricht 47 % des Auftragsstandes (1996: 44 %). Die Eigenmittelquote ist 17,8 % (1996: 17,6 %). Die Brutto-Liquidität ist aufgrund verstärkt in Anspruch genommener Verfahrenskredite auf ATS 21,4 Mrd (1996: 21,3 Mrd) gestiegen.

Jahresüberschuß 1996/1997 je Firmengruppe

Im Jahresvergleich 1996/1997 zeigten drei große Konzerngesellschaften (Firmengruppen) der VA TECH deutliche Steigerungen im Jahresüberschuß (VAI: Jahresüberschuß ATS 881 Mio, 1996: ATS 537 Mio; ELIN Energieversorgung: Jahresüberschuß ATS 402 Mio, 1996: ATS 248 Mio; Al Informatics: Jahresüberschuß ATS 41 Mio, 1996: ATS 23 Mio). AUSTRIAN ENERGY und VOEST-ALPINE MCE zeigten 1997 negative Ergebnisse (AUSTRIAN ENERGY: ATS -220 Mio, 1996: ATS 190 Mio; VOEST-ALPINE MCE: ATS -148 Mio, 1996: ATS 328 Mio). Bei ELIN EBG Elektrotechnik sank der Jahresüberschuß aufgrund der Fusionsaufwendungen von ATS 227 Mio (1996) auf ATS 87 Mio.

Nach massiven Strukturveränderungen werden für 1998 deutliche und nachhaltige Ergebnisverbesserungen bei AUSTRIAN ENERGY und VOEST-ALPINE MCE erwartet. Bei ELIN EBG Elektrotechnik wird der Nutzen aus der Fusion 1998 wirksam werden.

VA TECH-Konzernbereiche - Geschäftsentwicklung Metallurgietechnik: Starkes Ergebniswachstum

Der Konzernbereich Metallurgietechnik zeigte 1997 ein starkes Ergebniswachstum. Die Betriebsleistung stieg um 40 % auf ATS 13,7 Mrd und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit ATS 803 Mio um 26 % über dem des Vorjahres.

Nach dem außergewöhnlich starken Wachstum im Auftragseingang der Metallurgietechnik 1995/96 von 60 % - bedingt durch einen Großauftrag für ein Flachstahlwerk in Saudi Arabien - war der Auftragseingang 1997 dieses Bereiches mit ATS 12,7 Mrd um 17 % geringer als 1996. Die wichtigsten Regionen im Auftragseingang waren Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika (29 % des Auftragseinganges), Afrika und sonstige (18 %), Asien/Pazifik (16 %), Nord- und Südamerika (15 %) und Westeuropa (14 %). Die Umsatzerlöse der Metallurgietechnik waren 1997 mit ATS 8,7 Mrd abrechnungsbedingt um 5 % niedriger als im Vorjahr. Der Auftragsstand des Konzernbereiches erhöhte sich um 13 % auf den neuen Rekordwert von ATS 33,4 Mrd.

Energie- und Umwelttechnik: Wachstum in Geschäftsvolumen und Ergebnis trotz Ergebnisrückgang und Restrukturierung im Thermischen Kraftwerksbau

Der Konzernbereich Energie- und Umwelttechnik konnte seine globale Wettbewerbsstellung als Systembanbieter für hydraulische und thermische Energieerzeugung, Energieverteilung und Umwelttechnik im Jahr 1997 weiter festigen.

Die Betriebsleistung konnte im Vergleich zum Jahr 1996 um 16 % auf ATS 17,1 Mrd erhöht werden, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 21 % auf ATS 629 Mio.

In einem von anhaltendem Preisdruck und verschärftem Wettbewerb gekennzeichneten Markt konnte der Auftragseingang gegenüber 1996 um 20 % auf ATS 18,6 Mrd gesteigert werden. Die wichtigsten Regionen 1997 waren Westeuropa (34 % des Auftragseinganges), Asien/Pazifik (40 %) mit Schwerpunkten in Malaysia, Indien und China sowie Österreich (11 %). Die Umsatzerlöse der Energie- und Umwelttechnik stiegen im Vergleich zu 1996 um 29 % auf ATS 16,3 Mrd. Der Auftragsstand erhöhte sich 1997 um 4 % auf ATS 41,6 Mrd.

In der AUSTRIAN ENERGY kam es aufgrund eines Nachfragerückganges in den Kernmärkten, verschärften Preisdrucks und Restrukturierungen zu einer deutlichen Ergebnisverschlechterung mit einem negativen Ergebnis 1997, wofür entsprechende Vorsorgen auf Konzernebene bereits in den Vorperioden gebildet worden waren. Für 1998 wird durch Verbesserung des Projekt-Managements und der Strukturanpassung der Energietechnik auf das neue Markt- und Wettbewerbsumfeld eine nachhaltige Ergebnisverbesserung erreicht werden.

Anlagentechnik und Dienstleistungen: Geschäfts- und Ergebnisrückgang

Aufgrund schlechterer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Deutschland verzeichnete der Konzernbereich Anlagentechnik und Dienstleistungen einen Rückgang in Geschäftsvolumen und Ergebnis. Die Betriebsleistung war 1997 mit ATS 13,1 Mrd um 2 % niedriger als im Vorjahr, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich um 20 % auf ATS 408 Mio.

Der Auftragseingang 1997 des Konzernbereichs lag mit ATS 12,8 Mrd um 7 % unter dem des Vorjahres. Der überwiegende Teil der Aufträge (rund 89 %) kam aus Österreich und Westeuropa. Die Umsatzerlöse 1997 des Konzernbereiches lagen mit ATS 13,4 Mrd um 14 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, der Auftragsstand verringerte sich leicht auf ATS 10,8 Mrd (-3 %).

Bedingt durch den Markteinbruch im Kraftwerks-Rohrleitungsbau und anhaltenden Preisverfall in Deutschland und fortgesetzter Restrukturierung wies die VOEST-ALPINE MCE ein negatives Ergebnis aus, wofür ebenfalls entsprechende Konzernvorsorgen bestanden. Zur Sanierung der Tochtergesellschaft in Deutschland sind forcierte Restrukturierungsprogramme in Umsetzung, die zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung 1998 führen werden.

Im elektrotechnischen Anlagenbau wurde die Fusion von EEA und EBG zur ELIN EBG Elektrotechnik zügig umgesetzt.

Der Bereich Informationssysteme zeigte 1997 starkes Wachstum.

Ziele und Ausblick 1998

Neben einer stetigen Verfolgung der Konzernziele zur Wertsteigerung durch Innovations-, Global-, Netzwerk- und Personalmanagement sind als spezifische Ziele für 1998 zu nennnen:

- die Strukturanpassung an ein geändertes Marktumfeld, vor allem im Thermischen Kraftwerksbau und in der Mechanischen Anlagentechnik

- die Einführung der globalen Organisation des Konzerns.

Das 1. Quartal 1998 zeigt einen Anstieg im Auftragseingang von ATS 9,7 Mrd (1. Quartal 1997) auf rund ATS 12 Mrd. Für das Gesamtjahr 1998 erwartet VA TECH ein moderates Wachstum im Auftragseingang trotz Asienkrise.

Der Auftragsstand stieg von rund ATS 86 Mrd zum Stichtag 31.12.1997 auf den bisherigen Höchstwert von rund ATS 92 Mrd per 31.3.1998.

Nach einem hohen Wachstum seit 1991 wird aufgrund des anhaltenden Preisdrucks und weiterer Restrukturierung in der Thermischen Kraftwerkstechnik und der Mechanischen Anlagentechnik mit einer flachen Ergebnisentwicklung 1998 gerechnet.

Für 1999-2000 werden wieder attraktive Wachstumsraten in Geschäftsvolumen und Ergebnis erwartet.

Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) ist ein global tätiger Technologiekonzern mit Sitz in Österreich und als Systemanbieter in den Konzernbereichen Metallurgietechnik, Energie-und Umwelttechnik sowie Anlagentechnik und Dienstleistungen weltweit tätig.

Kennzahlen VA TECH-Konzern

Durchschnitt 1997 1996 1996/97 p.a. 1993-97

in Mio ATS % %

Auftragseingang 44.082 44.576 - 1 +13 Auftragsstand zum 31.12. 85.714 80.444 + 7 +15 Umsatzerlöse 38.414 33.537 +15 +14 Betriebsleistung 43.920 37.935 +16 +18 Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 1.840 1.672 +10 +17 Jahresüberschuß 1.508 1.404 + 7 +13 Ergebnis/Aktie 96 84 +14 +14 Dividende 1) 32 30 + 7 +15

Mitarbeiter 17.986 16.665 + 8 + 8

1) Vorschlag an die

Hauptversammlung

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Maria Neisser
Tel.: 01/513 9440

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS