Fair play-Garantie des Handels bei der Umstellung auf den Euro

Lemler lehnt verpflichtende doppelte Preisauszeichnung bei der Währungsumstellung ab

Wien (PWK) - Eine Fair-play-Garantie bei der Währungsumstellung
auf den Euro präsentierte die Bundessektion Handel am Donnerstag am Beispiel eines konkreten Testladens. "Statt einer gesetzlich verpflichtenden doppelten Preisauszeichnung für jedes Produkt, was im übrigen Kosten von rund 1,5 Milliarden Schilling verursachen würde, wollen wir eine kontrollierte Selbstverpflichtungserklärung aller Einzelhandelsunternehmen über freiwillig einzuhaltende Mindestkriterien der Preisinformation. Wer diese Selbstverpflichtungserklärung unterschreibt und einhält, kann sich mit einem "Fair-play-Label" kennzeichnen." Erich Lemler, Obmann der Bundessektion Handel, skizziert als Inhalt der Selbstverpflichtung 10 Garantien, die von einer korrekten Umrechnung der Schillingpreise in Euro bis zu Umrechnungstabellen, Umrechnungshilfen wie Taschenrechner reichen, um dem Konsumenten absolute Sicherheit und Transparenz zu geben, daß bei der Währungsumstellung richtig umgerechnet wird. Lemler betont, daß es dem Handel darum geht, dem Konsumenten Sicherheit zu geben: "Es darf nicht die geringste Verunsicherung unserer Kunden geben. Das kann aber auch ohne den unvertretbaren Kostenschub erreicht werden, den eine gesetzliche Regelung bewirkt. Denn letztlich würden diese Kosten auf die Preise durchschlagen. Mit unserem vernünftigen und praktikablen Modell würden wir Kosten von rund einer Milliarde Schilling einsparen, ohne daß die Sicherheit für den Konsumenten darunter leidet." ****

Lemler kritisiert auch, daß bei der vorgesehenen gesetzlichen Regelung neben den hohen Kosten (ein großer Sportartikelhändler müßte bis zu 120.000 Artikel doppelt etikettieren) auch die notwendige Transparenz für den Konsumenten nicht gegeben ist. Denn bis zum Jahr 2002 muß auch noch die von der EU vorgegebene Grundpreisauszeichnung umgesetzt werden: "Da die Höhe und Breite der Etiketten am Regal vorgegeben ist, müssen die Ziffern entsprechend verkleinert werden, damit bei doppelter Auszeichnung bis zu sechs Preisangaben (Einzelpreis, Grundpreis und Aktionspreis in Schilling und Euro) untergebracht werden können. Das ist bloß verwirrend."

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