Donabauer: Gentechnik-Gesetz - ein Meilenstein für die Zukunft des Landes

Niederösterreich, 16.4.98 (NÖI) "Wenngleich zum Teil auch irreführende Themen vorlagen, wurden die Anliegen des Gentechnik-Volksbegehrens doch sehr ernst genommen und im Ausschuß
detailliert behandelt", stellte Abg. zum Nationalrat Karl
Donabauer heute im Nationalrat dazu fest. "Die Gentechnik, ein wichtiges Teilgebiet der Biotechnologie ist zweifelsohne ein strittiges Thema, sie hat aber speziell in der Medizin durchaus
ihre Berechtigung", legte Donabauer seinen Standpunkt klar. In diesem Zusammenhang warnte er davor, diese Frage noch weiter zu emotionalisieren.****

Das vorliegende Gentechnik-Gesetz bedeutet jedenfalls einen riesigen Fortschritt für unser Land, wird doch damit die wissenschaftliche Forschung ermöglicht und die Anwendung genveränderter Organismen in der Produktion unter Einhaltung genauer Rahmenbedingungen und Auflagen geregelt. Umfassende Haftungsbestimmungen sind in dem Gesetz ebenso enthalten wie mögliche Auswirkungen auf die Umwelt und eine wirkungsvolle Deckungsvorsorge. Verwaltungsbehörden kommt das Recht zu, bei wesentlichen Beeinträchtigungen die Wiederherstellung zu beauftragen, die Parteienstellung ist breit gelöst, unterstrich Donabauer. Mit dem nun vorliegenden Gesetz wird es uns aber auch gelingen, der bedrückenden internationalen Isolierung, in die Österreich immer mehr hineingeschlittert ist, zu entrinnen.

Donabauers zusammenfassendes Resümee: "Mit dem Gesetz wird ein sorgfältiger Umgang mit der Gentechnik gewährleistet, ein umfassender Schutz der Konsumenten geregelt und die Teilnahme an
der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung und Forschung unseres Landes gesichert."

Dringend notwendig sind noch eine umfassende Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten, um den Konsumenten ein Wahlrecht einzuräumen sowie eine europaweite Kennzeichnungsnorm für genverändertes Saatgut, stellte Donabauer abschließend klar. - 2 -

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