Flughafen wien 1 Flughafen Wien Gruppe Bilanz und Jahresergebnisse 1997

Wien (OTS) - Die börsennotierte Flughafen Wien AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Vorstandsdirektoren, KommR Dr. Gerhard Kastelic und Dr. Franz Kotrba, haben die erfreulichen Ergebnisse des Jahres 1997 im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz in Wien bekanntgegeben.

19971996Veränderung
in Mio. ATSin Mio. ATS1997/96

Umsatz 4.072 3.972 +2,5%
Betriebsleistung 4,134 4.101 +0,8%
Betriebserfolg (EBIT)771 724 +6,5%
EGT 917 885 +3,7%
Jahresüberschuß 618 602 +2,8%
Cash Earnings
(Cash flow 1,263 1,274 -0,8%
aus dem Ergebnis)

Passagiere (in Mio.)9,7 9,1 +6.5%
Tranferpassagiere 1.033.313 882.411 +17.1%
Fracht (in 1000
Tonnen) 148,7 129,9 +14.5% Höchstabfluggewicht
(in 1000 Tonnen) 4.456 4.487 -0.7% Flugbewegungen 156.747 154.912 +1.2%

Die wichtigsten Ergebnisse der Flughafen Wien Gruppe im Überblick:

*Der Aviation-Umsatz stieg nur um 1,6 Prozent, was auf den
leichten Rückgang des Höchstabfluggewichtes ebenso zurückzuführen ist wie auf die geringere Nachfrage nach Einzelleistungen. Hingegen stieg der Non-Aviation-Umsatz aufgrund von höheren Erlösen bei Mieten, Konzessionen und Sicherheitsdiensten sogar um 4,9 Prozent.

* Da es zu einer deutlich geringeren Auflösung von
Rückstellungen als 1996 gekommen ist, stieg die Betriebsleistung nur moderat an.

*Die EBIT-Margin stieg von 17,7 auf 18,7 Prozent, obwohl das Golden-Hand-Shake-Programm mit 23 Millionen Schilling ergebniswirksam geworden ist. Das Plus ist daher vor allem auf den 2,6 prozentigen Rückgang bei Aufwendungen für Material- und Herstellungsleistungen sowie auf die Kürzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7,2 Prozent zurückzuführen.

*Die Restrukturierung des Unternehmens wurde im Juli 1997 abgeschlossen. Die positiven Auswirkungen werden 1998 in sinkenden Aufwendungen, verbesserter Produktivität und höheren Margen zu bemerken sein.

*Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg trotz einer Reduktion des Finanzergebnisses um 3,7 Prozent. 1996 wurden einmalige Erträge von 20 Millionen Schilling aus der Einbringung von festverzinslichen Wertpapieren in einen neu errichteten Fonds erzielt, die 1997 nicht mehr anfallen konnten.

*Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 876 Millionen Schilling in das Sachanlagevermögen investiert. Der Löwenanteil entfiel auf die Adaption des Flughafens für die Erfüllung der Anforderungen durch das Schengener Abkommen und die Verbesserung der Piste 11/29.

Finanzergebnisse im Detail

Der Umsatz der Flughafen Wien-Gruppe stieg um 2,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Schilling (1996: 4,0 Milliarden Schilling). Der Aviation-Umsatz wuchs dabei lediglich um 1,6 Prozent auf 2,92 Milliarden Schilling. Während die Anzahl der abgefertigten Passagiere um 6,5 Prozent stieg, fiel das Wachstum bei den Flugbewegungen mit 1,2 Prozent geringer aus. Das Höchstabfluggewicht sank geringfügig um 0,7 Prozent.

Die Gründe dafür liegen in der Auswirkung des Zusammenschlusses von Austrian Airlines, Lauda Air und Tyrolean Airways zur Austrian Group, dem generellen Trend der Fluggesellschaften, kleinere Luftfahrzeuge einzusetzen sowie einem Rückgang des Charterverkehrs im ersten Halbjahr.

Die Konsolidierung der österreichischen Fluggesellschaften zeigte dabei nur kurzfristige Auswirkungen. Im zweiten Halbjahr stiegen die Flugbewegungen - bedingt durch neue Destinationen - wiederum an. Im vierten Quartal verzeichnete der Flughafen Wien daher ein Plus an Flugbewegungen von 3,1 Prozent und das Höchstabfluggewicht stieg um 0,9 Prozent an.

Der Non-Aviation-Umsatz verzeichnete einen Zuwachs von 4,9 Prozent auf 1,15 Milliarden Schilling (1996: 1,09 Milliarden Schilling), bedingt durch gute Umsätze beim Shopping und der Parkierung sowie bei den Sicherheitsdienstleistungen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 113,1 Millionen Schilling im Jahr 1996 auf 48,3 Millionen Schilling im Jahr 1997 basiert hauptsächlich auf dem Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 75,5 Millionen Schilling auf 6,8 Millionen Schilling.

Die Betriebsaufwendungen sind um 0,4 Prozent auf 3,36 Milliarden Schilling zurückgegangen, obwohl das Golden-Hand-Shake-Programm sich im Betriebsergebnis mit 23 Millionen niedergeschlagen hat. 1996 waren die Betriebsaufwendungen von einigen außergewöhnlichen Faktoren beeinflußt worden: Der harte Winter bedingte einen höheren Verbrauch von Enteisungsmitteln und die Eröffnung des Pier West verursachte einen beachtlichen Anstieg der Energie- und Personalkosten sowie der Abschreibungen.

1997 sanken die Aufwendungen f=FCr Material und Herstellungsleistungen um 2,6 Prozent auf 594 Millionen Schilling (1996: 610 Millionen Schilling).

Dies ist auf geringeren Materialverbrauch (zum Beispiel bei Enteisungsmitteln) zurückzuführen, aber ebenso auf ein Minus bei Stromverbrauch und Fernwärme. Die Personalkosten stiegen - bei einem leichten Rückgang der durchschnittlich Beschäftigten um 0,1 Prozent -um 2 Prozent. Die Abschreibungen wiesen nur ein Plus von 1,2 Prozent auf. Der geringe Zuwachs ist darauf zurückzuführen, daß wesentliche Umbauten - wie jene für die Einhaltung des Schengener Abkommens und die Erweiterung der Piste 11/29 - erst im zweiten Halbjahr in Betrieb gegangen sind.

Obwohl das Zinsniveau und das Veranlagungsvermögen geringer waren und aufgrund der Tatsache, daß 1996 einmalige Erträge aus der Einbringung von festverzinslichen Wertpapieren in einen neu errichteten Fonds in der Höhe von 20 Millionen Schilling lukriert worden sind, ist der Finanzerfolg nur um 9,1 Prozent auf 145,9 Millionen Schilling gesunken.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte um 3,7 Prozent auf 917,1 Millionen Schilling (1996: 884,6 Millionen Schilling) verbessert werden. Durch einen Anstieg der effektiven Steuerquote von 32 auf 32,6 Prozent stieg der Jahresüberschuß geringer als das EGT - und zwar um 2,8 Prozent auf 618,2 Millionen Schilling. Nach Zuführung der Gewinnrücklagen in der Höhe von 306 Millionen Schilling und unter Einschluß des Gewinnvortrages von 24 Millionen Schilling ergibt sich für die Flughafen Wien Gruppe - wie im Vorjahr - ein Bilanzgewinn von 336,5 Millionen Schilling.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, daß vom Bilanzgewinn eine Dividende von 8 Prozent zuzüglich eines Bonus von 8 Prozent auf das Grundkapital von 2,1 Milliarden Schilling (16 Schilling pro Aktie) - das sind 336 Millionen Schilling - ausgeschüttet wird. (Fortsetzung)

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