Gentechnik-Gesetz schafft Klarheit

Das neue Gentechnikgesetz schafft eine solide rechtliche Basis, mehr Bürokratie bringt aber Nachteile gegenüber anderen Ländern.

Wien (OTS) - Das heute vom Parlament behandelte Gentechnik-Gesetz schaffe endlich jene Rechtssicherheit, die für die Arbeit mit gentechnisch verändertem Mais erforderlich sei, erklärte Dr. Felix Rudolph, Geschäftsführer der Pioneer Saaten GmbH. Pioneer hatte Ende 1997 einen Antrag zur versuchsweisen Freisetzung einer Gen-Maissorte gestellt, ihn aber aufgrund rechtlicher Unsicherheiten wieder zurückgezogen.

"Wir begrüßen, daß im neuen Gentechnik-Gesetz die Forderungen des Gentechnik-Volksbegehrens weitgehend erfüllt sind, weil Pioneer großen Wert darauf legt, daß der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Österreich im Einvernehmen mit allen Seiten stattfindet", so Rudolph wörtlich.

Ob die breiten Parteienstellungen, die im Gesetz in jedem einzelnen Freisetzungsfall vorgesehen sind, praxisgerecht seien, müsse sich erst herausstellen, sagte Rudolph. Der Anbau von Gen-Mais sei durch das neue Gesetz nun zwar geregelt, doch werde Österreich wegen der ausgeprägten Bürokratie gegenüber anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, benachteiligt.

Noch krasser als beim Anbau seien die Beeinträchtigungen im Bereich der Forschung und der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen, so Rudolph weiter. Der Druck internationaler Anbieter auf den Standort Österreich sei noch größer geworden.

Positiv am neuen Gentechnik-Gesetz findet Rudolph, daß nun das Nebeneinander von Bio und Gentechnik ermöglicht sei, wofür Pioneer immer eintrete.

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