IVG AG: legt den Jahresabschluß 1997 vor

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IVG 1997 wiederum erfolgreich - Umsatz
und Ergebnis um über 40 % gestiegen - Neunte Dividendenerhöhung in Folge - Investitionsschwerpunkt Immobilien

Die IVG Holding AG, Bonn, präsentiert sich mit einem erfreulichen Jahresabschluß. Der Konzernumsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr durch die Einbeziehung neu erworbener Gesellschaften und durch internes Wachstum um 44 % auf DM 782,2 Mio (Vorjahr: DM 542,9 Mio). Die Gesamtleistung wuchs von DM 580,7 Mio auf DM 908,6 Mio. Ihr Anstieg beruht vor allem auf Buchgewinnen aus dem Verkauf von Immobilien. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 25,9 % auf DM 72,4 Mio (Vorjahr: DM 57,5 Mio). Einmalige Steuereffekte durch Wahrnehmung von Sonderabschreibungen im Rahmen des Fördergebietsgesetzes führten zu einem Anstieg des Konzernjahresüberschusses um 40,9 % auf DM 62,7 Mio (Vorjahr: DM 44,5 Mio). Zum wirtschaftlichen Erfolg trugen die Sparten Immobilien mit 78 % und Logistik mit 20 % bei.

DVFA/SG-Ergebnis 1997 von 2,80 DM/Aktie Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 19,1 % auf 88,6 Mio (Vorjahr: DM 74,4 Mio), das operative Ergebnis um 13,5 % von DM 87,1 Mio auf DM 98,9 Mio. Daß 1997 für die IVG ein gutes Jahr war, zeigt auch das DVFA/SG-Ergebnis, das sich absolut von DM 54,1 Mio auf DM 86,9 Mio verbesserte. Pro Aktie erhöhte sich das DVFA/SGErgebnis um 43,6 % von 1,95 DM auf 2,80 DM/Aktie. Der starke Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf eine größere Anzahl von Objektverkäufen im Rahmen der Portfolioumschichtung im Immobilienbereich zurückzuführen.

Dividende auf DM 1,60 je 5,-DM-Aktie erhöht Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung wird der IVG-Vorstand der Hauptversammlung am 28. Mai 1998 vorschlagen, die Dividende von 1,50 DM auf 1,60 DM/Aktie zu erhöhen. Spielraum für diese neunte Dividendenerhöhung in Folge gibt die Steigerung des Jahresüberschusses der IVG Holding AG von DM 51,2 Mio auf DM 70,1 Mio. Das Ausschüttungsvolumen steigt damit um 21 % auf DM 49,7 Mio (Vorjahr: DM 41 Mio). Den Rücklagen werden DM 20,6 Mio zugeführt.

Solide Finanzierungsstruktur Im Geschäftsjahr 1997 stellte der IVG-Konzern beträchtliche Mittel für Investitionen bereit. So erreichten die Gesamtinvestitionen ein Rekordvolumen von DM 482,9 Mio (Vorjahr: DM 208,3 Mio); davon waren DM 318 Mio bilanzwirksam. Der größte Teil der Investitionen entfiel mit DM 355 Mio auf den Immobilienbereich, u.a. auf den Erwerb von zwei Geschäfts- und Bürogebäuden in Paris sowie einer Gewerbeimmobilie in Düsseldorf. Die Investitionen der Logistiksparte in Höhe von DM 103,7 Mio dienten primär der Akquisition von Tankstellenspeditionen. In der Servicesparte betrafen die Investitionen in Höhe von DM 12,2 Mio vornehmlich den Ausbau von Standortbetreiberdiensten.

Die Finanzierungsstruktur des IVG-Konzerns stand nach den Worten des Finanzchefs Dr. Dirk Matthey auch 1997 auf einer soliden Basis. Die günstige Situation auf dem Kapitalmarkt habe die IVG genutzt, um den durch starke Investitionstätigkeit bedingten Mittelbedarf langfristig zu decken. Insgesamt betrug die Nettokreditaufnahme DM 90,1 Mio. Die Eigenkapitalquote lag 1997 bei 42,5 %. Auch in Zukunft könne mit einer soliden Eigenkapitalquote gerechnet werden.

Der Cash-flow des IVG-Konzerns stieg nach dem Berechnungsschema der DVFA/SG um 79,2 % auf DM 231,5 Mio, im wesentlichen durch die Einbeziehung der neu erworbenen Tankstellenspeditionen.

Konzentration auf Kernkompetenzen Zur Stärkung der Kernkompetenzen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr einige wichtige Projekte abgeschlossen. Die Internationalisierung und die qualitative Verbesserung des Immobilienbestandes wurden mit dem Kauf von zwei Geschäftsimmobilien in Paris planmäßig eingeleitet. In einem zweiten Schritt habe die IVG zu Jahresbeginn 1998 über mehrere Immobiliengesellschaften hochwertige Büro- und Einzelhandelsimmobilien vornehmlich in Brüssel erworben. In der Projektentwicklung wurden die Aktivitäten durch den Erwerb der JENOPTIK Bauentwicklung GmbH ausgeweitet. Dabei sind Bau und Finanzierung des Universitätsklinikums in Jena von besonderer Bedeutung. Die Logistiksparte wurde durch den Erwerb der TALIS GmbH (ehemals Raab Karcher Spedition GmbH) und mehrerer mittelständischer Tankstellenspeditionen erweitert. Im Segment Mineralölspedition ist es damit gelungen, eine bedeutende Marktposition zu erreichen. Mit dem Erwerb der Wißkirchen Cargo Handling GmbH konnte die IVG ihre Marktposition an Flughäfen weiter ausbauen.

Mit der Integration der immobiliennahen und logistikorientierten Dienstleistungen in die jeweilige Substanzsparte konzentriert sich die IVG auf ihre Kernkompetenz, eigene und fremde Substanz zu betreuen. Durch Anbindung des Facility Managements an die Immobiliensparte und Integration der Airport Services in die Logistiksparte konnte der Servicebereich strategisch neu ausgerichtet werden. Hier konzentriert sich die IVG zukünftig auf innovative Finanzierungskonzepte und stellt dem Konzern moderne Informationstechnologie zur Verfügung.

Mit der Bonn-Innova-GmbH und Co. KG wurde gemeinsam mit der T-Venture, der Beteiligungstochter der Deutschen Telekom AG, eine Beteiligungsgesellschaft für moderne Telematikentwicklungen gegründet, die für moderne Immobilienentwicklungen immer wichtiger wird.

Investitionsschwerpunkt Immobilien Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des Konzerns werden in den nächsten Jahren die Immobilienaktivitäten bleiben. Objekte mit eingeschränkter Nutzbarkeit werden veräußert und die Mittel in wirtschaftlich interessante Standorte reinvestiert. Da die Renditen auf den europäischen Immobilienmärkten insgesamt höher liegen als in Deutschland, strebte die IVG eine weitere Internationalisierung ihres Portfolios an. Mittelfristig wird mindestens ein Drittel des Immobilienvermögens im europäischen Ausland liegen. Darüber hinaus ist geplant, den stark von Büro- und Gewerbeimmobilien geprägten Bestand zu diversifizieren.

IVG-Konzern (in Mio DM) 1997 1996 +/- % Umsatz 782,2 542,9 +44,1 Gesamtleistung 908,6 580,7 +56,5 Jahresüberschuß vor Ertragsteuern72,4 57,5+25,9 Jahresüberschuß nach Steuern62,7 44,5 +40,9 Operatives Ergebnis 98,9 87,1 +13,5 Ergebnis nach DVFA/SG 86,9 54,1 +60,6 Cash-flow nach DVFA/SG 231,5 129,2 +79,2 Investitionen 482,9* 208,3 +131,8 Eigenkapitalquote (%) 42,5 47,9 -11,3

Mitarbeiter (Anzahl per 31.12.) 3.846 2.687+1.159 Ergebnis je Aktie (DM) 2,80 1,95 +0,85 Dividende je Aktie (DM) 1,60 1,50 +0,10 *davon DM 318 Mio bilanzwirksam

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