Stummvoll: Regierungseinigung über Beschäftigungsplan positiv

Koalitionspläne zur Lehrlingsausbildung Schritt in richtige Richtung, aber viele Fragen sind noch offen

Wien (PWK) - "Die Wirtschaft begrüßt, daß es der Bundesregierung noch termingerecht gelungen ist, einen nationalen Aktionsplan für Beschäftigung zu verabschieden. Damit hat sie Handlungsfähigkeit bewiesen", kommentiert Günter Stummvoll, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, die Beschäftigungsinitative der Bundesregierung. ****

Auch wenn nicht alle Wünsche der Wirtschaft, wie die Entrümpelung "kontraproduktiver Schutzbestimmungen" verwirklicht werden konnten, so sei es andererseits gelungen, beschäftigungs- und wirtschaftsfeindliche Bestimmungen aus dem Aktionsplan zu eliminieren. Stummvoll verwies dabei auf die von ÖGB-Seite gefordertern Rechtsansprüche auf Teilzeitarbeit und Bildungsfreistellung, auf die arbeits- und sozialrechtliche Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten zu Lasten der Betriebe oder auf den Anspruch auf Abfertigung auch bei Selbstkündigung:
"Diese Giftzähne wurden gezogen".

Was die Lehrlingsausbildung betrifft, so sieht Stummvoll einen Schritt in die richtige Richtung auf Basis des Sozialpartnerabkommens: "Bei den beschlossenen Maßnahmen handelt es sich allerdings großteils noch um Grundsätze, die jetzt mit Leben erfüllt werden müssen. Jetzt muß bis Sommer geklärt werden, wie die Vorlehre konkret aussieht, wie die neuen Lehrberufe aufgebaut sind, wie die Schiedsstellen geregelt sind, um eine leichtere Lösbarkeit problematischer Lehrverhältnisse zu erreichen. Hier steckt der Teufel im Detail. Es wird Aufgabe der Projektgruppe der Regierung sein, nunmehr in den nächsten Wochen möglichst praxisnahe, unbürokratische und wirtschaftsfreundliche Maßnahmen im Detail zu erarbeiten. Nur so wird es möglich sein, genügend Lehrplätze im Herbst anbieten zu können". Hier stehe noch ein beträchtliches Stück Arbeit bevor.

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