Jil Sander AG: Ergebnisbelastungen 1997 durch Investitionen in die Zukunft / Positive wende in Geschäftsjahr 1998

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Ergebnissituation 1997 Im
Geschäftsjahr 1997 lag, wie bereits im Zwischenbericht für das erste Halbjahr mitgeteilt, das Ergebnis des JIL SANDER Konzerns deutlich unter dem des Vorjahres. Die Gründe: insbesondere weitere Investitionen in Flagship-Stores und die Markteinführung der Männerkollektion. Dennoch wurde ein Jahresüberschuß in Höhe von 6,5 Millionen Mark erzielt. Für 1997 wird eine unveränderte Dividende ausgeschüttet.

Der Umsatz ist im Jahr 1997 auf 197 Millionen Mark gestiegen. Dies ist eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung des Konzernumsatzes entsprach dennoch nicht den Erwartungen. Die Folgen der Asienkrise waren gegen Ende des Geschäftsjahres, vor allem in Südkorea, spürbar. In einem schwierigen Marktumfeld in Deutschland, mit seit Jahren rückläufigen Einzelhandelsumsätzen, lag der JIL SANDER AG DOB- Umsatz um 3 Prozent unter Vorjahr. Auch das Wachstum in den JIL SANDER eigenen Flagship Stores wurde durch die unterschiedliche Entwicklung einzelner Standorte beeinträchtigt. Deren Umsätze lagen zum Teil unter den Erwartungen. Die Umsatzunterschreitung war mit einem höheren Materialaufwand verbunden, was den Rohertrag der firmeneigenen Geschäfte belastete. Der hinausgeschobene Eröffnungstermin des Stores in Hamburg hat darüber hinaus zu geringerem Umsatz geführt. Erhöhte Kosten für die Kollektionsentwicklung sowie den Produktionsanlauf der Männerkollektion erforderten einen höheren Materialaufwand. Der Personalaufwand ist erwartungsgemäß durch die Eröffnung der Flagship Stores sowie den Organisationsaufbau für die Männerkollektion gestiegen.

Die Investitionen lagen im Geschäftsjahr 1997 bei 24 Millionen Mark. Darin sind der Flagship Store Hamburg sowie der Kauf des Geschäftes in Mailand enthalten. Die mit den bisherigen Investitionen verbundenen Abschreibungen, Raum und Finanzierungskosten wirkten sich erstmals ganzjährig aus. Deren Anstieg lag im Vergleich zum Vorjahr bei etwa 40 Prozent und konnte noch nicht vollständig durch eine entsprechende Umsatzsteigerung ausgeglichen werden. Dies wird erst mit zeitlicher Verzögerung realisiert werden können. Die Marketing-und Verwaltungsaufwendungen sind u.a. wegen der Markteinführung der Männerkollektion gestiegen. Höhere Serviceanforderungen sowie die HAKA Messen führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Anstieg der Vertriebs- und Messekosten.

Positive Entwicklung 1998

Im Geschäftsjahr 1998 ist mit einem Anstieg des Konzernergebnisses zu rechnen. Der Jahresüberschuß wird jedoch unter dem Niveau des Jahres 1996 liegen.

Der Umsatz wird 1998 auf voraussichtlich 210 Millionen Mark steigen. Die Männerkollektion wird darin erstmals mit zwei Saisons und einem Betrag von mehr als 30 Millionen Mark enthalten sein. Die Distributionsstruktur wird kontinuierlich verbessert. In Osaka hat unser japanischer Distributionspartner Ende Februar einen 300 qm großen Flagship Store eröffnet, im Januar 1999 wird ein 700 qm großer zweiter Flagship Store in Tokio realisiert. Weitere Flagship Stores entstehen derzeit in St. Moritz, Basel und Los Angeles. Mit der Vollendung des 600 qm großen JIL SANDER eigenen Flagship Stores in Mailand wird der Konzern die Investitionsphase beenden. Bis Ende 1998 sind dann insgesamt über 50 Millionen Mark in die Zukunft des Unternehmens investiert worden.

Steigende Auftragseingänge Herbst/Winter 1998
Nach Abschluß der Verkaufsmessen in Hamburg und Mailand sind die Auftragseingänge für die Herbst/Winter Kollektion DOB gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Der Auftragsrückgang in Korea, Hongkong und Singapur wurde durch eine Erhöhung der Order USA ausgeglichen. Die Auftragseingänge im europäischen Ausland haben die Rückgänge in Deutschland überkompensiert.

Die Männermode ist nach nur drei Saisons bereits ein stabiler Faktor des JIL SANDER Konzerns. Für die Herbst/Winter Kollektion 1998 lagen die Auftragseingänge bei 18 Millionen Mark. Das entspricht einer Steigerung um fast 30 Prozent gegenüber der ersten Saison. Dies bei sehr exklusiver Distribution: derzeit 130 Geschäfte weltweit. Der Auftragseingang in Asien ist konstant geblieben. Die Order in USA leicht angestiegen. Das Wachstum konzentriert sich in dieser Saison auf Europa. Besonders auf dem umkämpften Markt Italien ist die Männerkollektion ein großer Erfolg.

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