PRÄSIDENTENWAHL: PROCHASKA GRATULIERT KLESTIL

Wien (ÖVP-Klub) "Ich gratuliere dem Herrn Bundespräsidenten zu seinem Entschluß nicht an dieser TV-Dikussion der Kandidaten teilgenommen zu haben", erklärte der Klubobmann der Rathaus-ÖVP Johannes PROCHASKA am Mittwoch. Durch das Angebot an
hauptsächlich skurrilen Kandidaten sei diese Wahl schon seit
Wochen zum Kasperltheater degradiert worden. "Bundespräsident Klestil hat es nicht notwendig sich auf dieses, in der TV-Runde gebotene, Diskussionsniveau zu begeben", fuhr der ÖVP-Politiker fort.*****

"Für mich persönlich ist es erschreckend, wenn ich feststellen muß, daß die einzigen vernünftigen und inhaltlich nachvollziehbaren Wortmeldungen von Heide Schmidt stammen",
meinte PROCHASKA. Es dürfe nicht sein, daß eine so wichtige
Wahl wie diese für die Befriedigung persönlicher Interessen und Eitelkeiten benutzt wird. Nichts anderes sei aus dem Antreten
aller vier Gegenkandidaten zu Klestil abzulesen. "Österreich
ist auf dem besten Wege dazu zum Gespött Europas zu werden,
wenn plötzlich ein Baumeister Wortspenden und Empfehlungen zu
den Themen NATO und europäische Sicherheitspolitik abgibt", fürchtet PROCHASKA. Dazu seien diese Themen einfach zu wichtig.

Zur Kandidatur der karenzierten Superintendin Gertraud Knoll
meinte der Klubobmann der ÖVP-Rathausfraktion: "Die Trennung
von Kirche und Staat hat sich seit langer Zeit hervorragend bewährt. Ich sehe keine aktuellen Anlaß hier etwas zu ändern." Knoll habe sich in ihrem Bereich sicherlich bewährt "als Politikerin halte ich sie freilich für völlig ungeeignet." PROCHASKA: "Wer sich als unnabhängige Kandidatin ausgibt und
sich aus politischer Naivität schon im Wahlkampf von allen möglichen dubiosen Gruppierungen vereinnahmen läßt, hat in der Hofburg nichts zu suchen, sondern ist, in diesem Fall, im
Burgenland wesentlich besser aufgehoben."

Abschließend meinte der Klubobmann: "Ich weigere mich zur
Kenntnis zu nehmen, daß ein demokratiepolitisch so wichtige und ernsthafte Angelegenheit wie die Wahl des Staatsoberhaupts als PR-Gag mißbraucht und damit der Ruf unseres Landes in Europa beschädigt wird." Der Herr Bundespräsident habe vollinhaltlich seine und die Unterstützung des gesamten ÖVP-Landtagsklubs bei seiner Entscheidung sich nicht durch eine Teilnahme an diesem Kasperltheater selbst zum Kasperl zu machen.

"Es ist ganz offensichtlich, daß es bei dieser Wahl nur einen Kandidaten gibt, der bereit ist dieses Amt ernst zu nehmen und
es entsprechend auszufüllen und dieser Kandidat heißt Dr.
Thomas KLESTIL", stellte PROCHASKA unmißverständlich fest.
*****
(Schluß)

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Hr. Daniel KOSAK
Pressereferat des VP-Landtagsklubs Wien
Tel.: (01) 4000 / Kl.: 81 481
od.Kl.: 81 913

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/01