News exklusiv: Groer nach Schweden abgeschoben - Pater Udo Fischer schlägt Versöhnung mit Kurt Krenn aus und ruft zum Protest gegen den Papst auf

Vorausmeldung zu News 16/16.4.98

Wien (OTS) - Wie News in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, bestätigt der Vatikan nicht nur die gestern veröffentlichte Erklärung Kardinal Hans Hermann Groers, der ehemalige Wiener Erzbischof muß außerdem Österreich verlassen und wird in ein Kloster in Schweden abgeschoben. Das Frauenstift Vadstena soll den in Ungnade gefallenen Kardinal aufnehmen. Auf den abgelegenen Ort war man im Vatikan gekommen, weil es ausgerechnet Groer gelungen war, das zeitweilige lutherische Stift zu rekatholisieren und vor der Schließung zu bewahren. Groer wird voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen nach Schweden übersiedeln müssen.

Während dieser Konflikt beigelegt zu sein scheint, droht die Auseinandersetzung zwischen dem St. Pöltner Erzbischof Kurt Krenn und seinem Kontrahenten, Pfarrer Udo Fischer, zu eskalieren. Pater Udo Fischer weigert sich, mit Krenn zu reden, bevor er Einsicht in die Anzeige des Bescheides bei der römischen Glaubenskongregation nehmen könne. Krenn hätte Fischer wegen Verbreitung von Irrlehren in Rom angezeigt, sich aber bisher geweigert, Fischer den Text der Anzeige zukommen zu lassen. Fischer zu News: "Kein Text vom Bischof, kein Gespräch mit Kurt Krenn." Fischer kritisierte auch die seiner Meinung nach zu halbseitige Lösung der Groer-Affäre seiten des Vatikans. "Eine echte Lösung" erwarte er auch weiterhin nicht. Fischer: "Dazu kann der Papst nur bewegt werden, wenn er massive Proteste erlebt. Und zwar nicht nur in St. Pölten, sondern auch in Wien und Salzburg."

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