Sozialmedizinische und soziale Dienste in NÖ:

Votruba: Hauskrankenpflege flächendeckend ausbauen

St.Pölten (NLK) - Die sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste sollen heuer und im kommenden Jahr noch weiter ausgebaut werden: Durch die Leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung wird es notwendig, daß Patienten, die nach einem Spitalsaufenthalt frühzeitig entlassen werden, verstärkt zu Hause weiter betreut werden. Auch die häusliche Altenpflege wird aufgrund der Bevölkerungsentwicklung eine große Aufgabe der Zukunft sein. "Daher wird der Bedarf an Sozialen Diensten
weiterhin ansteigen", erklärte Landesrätin Traude Votruba.

Um den großen Herausforderungen gerecht zu werden, wird die Ausbildung von Heimhilfen verbessert und diplomiertes
Pflegepersonal entsprechend geschult. "Die sozialmedizinischen Dienste bieten auch Frauen, die längere Zeit ihrem Beruf nicht nachgegangen sind, die Chance, wieder in ihren erlernten Beruf einzusteigen", betonte Votruba. Und der Bedarf sei groß, denn immerhin würden 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause wohnen. Von ihnen haben 70 Prozent Angehörige, 30 Prozent leben ganz alleine. Votruba: "Die rund 390 Millionen Schilling von Land Niederösterreich, NÖGUS und den Sozialversicherungsträgern werden also in nächster Zeit nicht mehr ausreichen, geeignete Finanzierungsformen muß man sich daher noch überlegen."

Derzeit gibt es in Niederösterreich 211 Sozialstationen mit insgesamt 3.100 Mitarbeitern, die monatlich 9.500 Menschen
pflegen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK