Günstige Osterunfallbilanz 1998

KfV: Kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen!

Verkehrsbilanz: Nur halb so viele Tote, 353 Verletzte

Angesichts des zum Osterwochenende gesunkenen Blutzolls auf Österreichs Straßen, warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit eindringlich davor, zu früh aufzuatmen. Dir. Franz M. Bogner, KfV:
Die verstärkte Überwachung, relativ schlechtes Wetter und ein positiver Umdenkprozeß bei den Verkehrsteilnehmern zeigen offenbar Wirkung. Das KfV appelliert, die intensivierte Überwachungstätigkeit fortzusetzen.

Bereits vor dem Ende des Rückreiseverkehrs steht fest, daß das diesjährige Osterwochenende weniger Verkehrstote gefordert hat, als jenes des Vorjahres. Kamen 1997 noch 12 Menschen ums Leben, so waren es heuer nur 6. Etwa gleichgeblieben ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden: 1997 ereigneten sich 251, heuer 260. Dabei wurden heuer von Karfreitag bis einschließlich Ostersonntag 353 Menschen verletzt, 1997 waren es im Vergleichszeitraum 363.

Um die Hauptunfallursache nicht angepaßte Geschwindigkeit in denGriff zu bekommen, drängt das KfV auf die Einführung des Punkteführerscheines, der ein international erfolgreiches Modell zur Einbremsung der wenigen Verkehrsrowdies ist, die ein - verglichen mit ihrer geringen Zahl - unverhältnismäßig hohes Risiko im Verkehr darstellen. Heuer mußten am Osterwochenende 25.988 Lenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit angezeigt bzw. mit einem Organmandat bestraft werden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 23.229.

Als weitere wichtige Maßnahme zur Hebung der Verkehrssicherheit fordert das KfV das Fahren mit Licht am Tag. Eine vor kurzem präsentierte Studie der Europäischen Union unterstreicht, daß europaweit jährlich 5.500 Menschenleben gerettet werden könnten, würde das Tagfahrlicht Gesetz. Alleine in Österreich geht es dabei jährlich um 60 Menschenleben und um 4.000 zum Teil schwer Verletzte.

Täglich kommen in Österreich statistisch gesehen mehr als drei Menschen im Straßenverkehr ums Leben - im Vorjahr insgesamt 1.105. Um auch hierzulande auf ein international vergleichbares Niveau von 600 bis 700 Verkehrstoten zu kommen, ist es notwendig, möglichst alle Sicherheitsreserven auszuschöpfen.

Wien, den 13. April 1998

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