Erbberechtigte Elisabeth Grünbaum hatte sieben Geschwister

Jeder Nachkomme wäre erbberechtigt

Wien (OTS) - Nach Aufhebung der Erbberechtigung der Familie Reif, die in New York das Schiele-Exponat "Tote Stadt II" aus der Sammlung Leopold beschlagnahmen ließ, beginnt nun die Suche nach den wirklichen Erben:

Erbberechtigt ist jedes Mitglied der Familie von Grünbaums Ehefrau Elisabeth, geborene Herzl. Wie NEWS in der Kultusgemeinde recherchierte, hatte Elisabeth Herzl sieben Geschwister. Lange Zeit war nur Mathilde Lukacs, die Verkäuferin der "Toten Stadt" bekannt.

  • Bertha Herzl, geboren 1876.
  • Max Herzl, geboren 1878. Tochter Renee wurde 1912 in Antwerpen geboren.
  • Carl Herzl, geb. 1897.
  • Ida Herzl, geb. 1881, verheiratet mit Adolf Koppel.
  • Anna Herzl, geb. 1882, verheiratet mit Berthold Reis, lebte in Brüssel.
  • Ernst Herzl, geb. 1891 (er starb in früher Kindheit).
  • und schließlich Mathilde Herzl, geb. 1883, verheiratete Lukacs. Sie war die rechtlich unantastbare Verkäuferin der "Toten Stadt" und starb, kinderlos und verarmt, in einem Wiener Altersheim.

Hat die Familie Leopold also das Gemälde also völlig unstrittig erworben, so geht es nun laut NEWS um das komplette weitere Erbe Fritz Grünbaums, u. a. Tantiemen, die vermutlich unrechtens an die Familie Reif gegangen sind.

Jeder lebende Nachkomme eines der Geschwister Elisabeth Grünbaums wäre automatisch erbberechtigt, wie der Wiener Zivilrechts-Ordinarius Rudolf Welser auf NEWS-Anfrage feststellte.

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