Saison in den Landesmuseums-Außenstellen hat begonnen

Breites Bildungsspektrum von der Urgeschichte bis zur Volkskultur

St.Pölten (NLK) - Die zwölf Außenstellen des NÖ Landesmuseums haben, sofern sie nicht ganzjährig geöffnet sind, dieser Tage ihren Betrieb voll aufgenommen und bieten neben ihrem gewohnten Programm teils Sonderausstellungen, teils wurden sie auch neu geordnet. Die dezentrale Struktur des Landesmuseums mit zwölf Außenstellen wurde seinerzeit geschaffen, weil das "Stammhaus" in der Herrengasse sehr klein war und für spezielle Aspekte zuwenig Platz bot. Deshalb wurde mit verschiedenen Gemeinden und anderen Betreibern Einvernehmen über die Nutzung von historischen Gebäuden als Außenstelle des Landesmuseums erzielt.

Das Museum für Urgeschichte in Asparn an der Zaya zeigt Fundstücke aus ganz Niederösterreich, im Park auch urzeitliche Rekonstruktionen von Bauwerken. Es gibt am 1. Mai, 13. September
und 26. Oktober Aktionstage, an denen man lernt, wie man vor Christus Textilien herstellte, wie Brot gebacken, Getreide
gemahlen und getöpfert wurde. Am 21. Juni gibt es wiederum ein großes Kelten-Fest.

Das NÖ Museum für Volkskultur in Groß Schweinbarth ist nach mehrjähriger baulicher Sanierung und Neuaufstellung ab Juni -Eröffnungstermin wird noch bekanntgegeben - wieder zugänglich.

Das Barockmuseum in Heiligenkreuz-Gutenbrunn beherbergt einen Teil der Barocksammlung des Landesmuseums und ist mit den Fresken von Paul Troger in der Schloßkapelle und Bildern von Franz Anton Maulpertsch schon als Bauwerk sehenswert.

Das Hanak-Museum in Langenzersdorf zeigt den künstlerischen Nachlaß des berühmten Bildhauers, im Nebenhaus ist das Werk des Bildhauers Siegfried Charoux ausgestellt.

Das Jagd- und Afrikamuseum in Marchegg zeigt Präparate von jagdbaren Tieren und behandelt den Einfluß der Jagd auf
Naturschutz und Forstwirtschaft. Als Dauerausstellung ist "E.A. Zwilling - Großwildjäger, Afrikareisender, Abenteurer" zu sehen.

Im Fischerei- und Donaumuseum in Orth an der Donau wird ein Überblick über die Biologie der heimischen Fische und deren Lebensräume geboten. Es informiert über Geologie, Limnologie, Fauna und Flora entlang der Donau. Das Museum ist auch
Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks Donau-Auen.

Wissenswertes über historische Todesstrafen bis zur Rechtssymbolik und Gesetzgebung erfährt man im Museum für Rechtsgeschichte in Pöggstall. Im benachbarten Schloß ist eine Folterkammer im Original erhalten, ebenso ein Heimatmuseum, ein Imkereimuseum und eine Gedenkstätte für Prof. Franz Traunfellner.

Je nach Schneelage wird der Alpengarten auf der Rax geöffnet. Auf ca. 4.000 Quadratmetern unterhalb des Otto-Hauses gibt es etwa 200 Alpenpflanzen des Rax- Schneeberg-Gebietes.

Das Haydn-Geburtshaus wurde mit einigen Erinnerungsstücken an die Komponistenbrüder Joseph und Michael als Museum ausgestaltet und ist im Sommer Aufführungsort von Konzerten.
Das Museum für Frühgeschichte in Traismauer zeichnet die Spuren der Kelten, Quaden, Goten, Awaren, Slawen und anderer Völker in
den Jahrhunderten n.Chr. nach. Geboten wird die Sonderausstellung "Veni vidi vici - Cäsar am Mittelrhein".

Das Wachau-Museum im Teisenhoferhof in Weißenkirchen zeigt
Werke der sogenannten Wachau-Maler, Trachten und Hausrat und gibt Einblick in das Leben und in die Kulturgeschichte dieser Region.

Die Shedhalle in St.Pölten, künftig Bestandteil des neuen Landesmuseums, wird als 12. Außenstelle geführt.

Für jede Außenstelle liegt in der Abteilung Kultur und Wissenschaft des Amtes der NÖ Landesregierung ein Spezialprospekt auf, der telefonisch angefordert werden kann (02742/200/6259).

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