Für Notzeiten versteckt und dann vergessen:

"Verborgene Schätze" im Stadtmuseum Poysdorf

St.Pölten (NLK) - Ein ständiger Wunschtraum von Antiquitätensammlern, nämlich beim Kauf eines alten Möbels in einem Geheimfach einen kostbaren Schatz zu finden, ist in der Weinstadt Poysdorf in dieser sowie in ähnlicher Form schon einige Male Wirklichkeit geworden. Die bedeutendsten dieser Funde werden vom Stadtmuseum Poysdorf im Rahmen der Sonderausstellung
"Verborgene Schätze" ab kommendem Montag, 13. April, bis Anfang November gezeigt. Derartige Schätze wurden in früheren Jahrhunderten bis in unsere Tage immer wieder versteckt. Gefunden wurden sie in der Folge, etwa als z.B. 1883 mit dem sogenannten "Renaissancefund" Erstaunliches aus dem 16. Jahrhundert zutage gefördert wurde, aber auch in letzter Zeit: Der mittlerweile berühmte Münzschatz aus dem 16. Jahrhundert mit Talern und Halbtalern wurde 1995 entdeckt.

Das Verstecken von Wertgegenständen durch Vergraben und Einmauern oder durch Verbergen in Geheimfächern war vor allem in Gefahrenzeiten üblich. Man findet Derartiges nicht nur in alten Möbeln, sondern auch eingemauert in Wohnhäusern, Kellern und im Freien vergraben. Der 1995 entdeckte Schatz mit 218 Silbermünzen etwa wurde in einem Weinkeller aufgefunden. Gezeigt werden auch Teile einer berühmten Porzellansammlung aus dem Schloß Loosdorf bei Mistelbach, die vor der russischen Besatzungsmacht versteckt, dennoch gefunden und zertrümmert wurde.

Das Stadtmuseum Poysdorf besitzt auch eine reichhaltige volkskundliche Sammlung, wurde völlig neugestaltet und ist ebenso wie die Sonderausstellung ab Ostermontag täglich außer Dienstag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr zugänglich.

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