Männer und Frauen werden in NÖ gleichbehandelt

Die Hälfte der Anfragen konnte einvernehmlich gelöst werden

St.Pölten (NLK) - Seit sechs Monaten hat Niederösterreich mit
Dr. Christine Rosenbach eine Gleichbehandlungsbeauftragte: "Von
den Anfragen bzw. Beschwerden konnten mehr als die Hälfte einvernehmlich gelöst werden", konnte Rosenbach nun Bilanz ziehen. Die Anfragen und Beschwerden betrafen vor allem Gehaltsfragen, sexuelle Belästigung, Dienstzeitgestaltung, Versetzung und
Mobbing. Die Männer interessierten sich vor allem für besoldungsrechtliche Fragen, die Frauen klagten über sexuelle Belästigung und Mobbing. Außerdem informierten sie sich über zustehende Gehälter. Gleichbehandlung gilt für Männer wie für Frauen, trotzdem soll es mit gezielten Frauenförderungsprogrammen gelingen, den Anteil der Frauen im Landes- bzw. Gemeindedienst zu erhöhen. Bis 2003 sollen zumindest 25 Prozent der "Top-Jobs" mit Frauen besetzt werden. Im Landesdienst und in den Gemeinden sind derzeit 55 Prozent aller Beschäftigten Frauen. In leitenden Positionen finden sich aber kaum Frauen. Im Amt der NÖ Landesregierung werden 12 Gruppen von 12 Männern und 77 Fachabteilungen von 76 Männern und einer Frau geleitet. "Frauen sind dann unterrepräsentiert, wenn ihr Anteil in leitenden Funktionen oder an der Gesamtzahl der Dienstnehmer unter 40
Prozent beträgt", erläutert Rosenbach. Im Landesdienst wurden daher bereits in den einzelnen Dienststellen 130 Koordinatorinnen bestellt, die die gesetzlichen Ziele in den Dienststellen umsetzen werden. Demnächst wird auch eine NÖ Gleichbehandlungskommission mit sechs Mitgliedern bestellt, die in den nächsten Wochen ihre Arbeit aufnehmen wird.

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