Österreichs Lebensmittelhandel mit Italien blüht

Erfreulicher Lieferanstieg bei Fertigwaren - Großes Interesse auf Lebensmittelmesse CIBUS in Parma

PWK - "Die nun vorliegenden Außenhandels-Statistiken für das Jahr 1997 mit Italien zeigen, daß die Lebensmittel- und Agrarlieferungen Österreichs nach Italien stetig zulegen. Wertmäßig stiegen diese Ausfuhren nach Italien um 8,7 Prozent (rund 462 Mio Schilling) auf insgesamt 5,75 Mrd Schilling an. Umgekehrt betrugen die Lebensmittellieferungen Italiens nach Österreich im Vorjahr 4,8 Mrd Schilling, was einem Zuwachs von 11,9 Prozent entspricht", berichtet die österreichische Handelsdelegierte in Padua, Ingrid Valentini-Wanka. Österreichs Gesamtausfuhren nach Italien stiegen 1997 um 14,8 Prozent auf 58,5 Mrd Schilling, die Gesamteinfuhren aus Italien um 4,7 Prozent auf 65,7 Mrd Schilling. ****

Zugelegt haben in Italien vor allem österreichische Molkereierzeugnisse (24,2 Prozent), wobei insbesondere die Steigerungen bei Milch (44 Prozent), Joghurt (93 Prozent), Schmelzkäse (23 Prozent) und Frischkäse (98 Prozent) erwähnenswert sind. Die zweitwichtigste Exportgruppe sind Fleisch und Fleischwaren, wobei der Bezug von Rindfleisch im letzten Jahr zurückgegangen ist (minus 11 Prozent), dafür aber die Lieferungen von Schweinefleisch zugenommen haben (12 Prozent).

Sehr erfolgreich zeigt sich auch die österreichische Fruchtsaftindustrie in Italien mit einer 70-prozentigen Zunahme ihrer Lieferungen. "Hier machen sich die intensiven Werbe- und Sponsoraktivitäten der bereits länger am Markt befindlichen österreichischen Unternehmen sowie der Neueinstieg österreichischer Fruchtsaftproduzenten bemerkbar", erklärt Valentini-Wanka. Steigerungen verzeichnen auch die Energydrinks und Eistee (27 Prozent) und österreichisches Bier (19 Prozent).

Auch wenn der überwiegende Anteil der österreichischen Lieferungen nach Italien immer noch in Form von wenig verarbeitenden Rohwaren (Fleisch, Tankmilch, Getreide) erfolgt, lassen sich aus der vorliegenden Außenhandelsstatistik Erfolge der verstärkten Bemühungen der österreichischen Firmen am italienischen Markt in den letzten zwei Jahren ablesen, so die Handelsdelegierte. Die österreichischen Lebensmittelproduzenten zeigen sich bei ihrem Auftreten am italienischen Markt immer professioneller und stellen sich verstärkt auf die Gegebenheiten des Marktes ein.

Von der Außenhandelsstelle Padua organisierte Seminare über den italienischen Lebensmittelmarkt - wie vor kurzem vor Kärntner Unternehmen - bringen den Firmen den Nachbarmarkt noch näher und versorgen diese mit hilfreichen Tips aus der Praxis. Dabei soll auch die Kooperation österreichischer Firmen in Italien gefördert werden. "Im letzten Jahr haben sich mehrere österreichische Firmen nicht zuletzt auf Anregung der Außenhandelsstelle Padua entschlossen, in Italien mit einem gemeinsamen Partner vor Ort zusammenzuarbeiten. Für die österreichischen Firmen hilft dies Kosten nicht zuletzt auch bei der Logistik oder Messeauftritten zu sparen", erklärt die zuständige Expertin an der Außenhandelsstelle, Daniela Andratsch.

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