ARBÖ: Böses Erwachen bei der Autowäsche

Wien (ARBÖ) - Viele Autofahrer benützen für den Frühjahrsputz eine Waschstraße. Der Rat der ARBÖ-Experten: Die Autowäsche in der Waschstraße ist zwar umweltbewußter, sie kann allerdings auch einige rechtliche Risiken mit sich bringen.

Der Betreiber einer Waschstraße ist gegen Beschädigungen am Kraftfahrzeug versichert und dieser Versicherungsschutz reicht oft weiter, als dies den meisten Lenkern bekannt ist, informieren die ARBÖ-Verkehrsjuristen. Allerdings muß der Kunde sich an die Betriebsbedingungen halten.

ARBÖ-Verkehrsjuristen Mag. Renate Göppert: "Der Waschstraßenbenützer hat sich an die genauen Anweisungen, die auch entsprechend gut sichtbar angebracht sein müssen, zu halten. Man muß etwa die Antenne einziehen, Rückspiegel zurückklappen und den Weisungen des Personals Folge leisten." Kommt es aber zum Beispiel trotzdem zu einem Schaden obwohl den Anweisungen des Betreibers Folge geleistet wurde, so ist der Betreiber voll verantwortlich.

Darüber hinaus müssen Angestellte einer Waschstraße dafür sorgen, daß ein Fahrzeug ordnungsgemäß in der Führungsschiene zum Stehen kommt. Springt das Fahrzeug aus der Schiene und entsteht daraus Sachschaden, ist der Waschstraßenbesitzer haftbar.
Die ARBÖ-Verkehrsjuristin warnt dennoch vor allzu großer Sorglosigkeit: Informiert der Waschstraßenbetreiber seine Kunden auf leicht wahrnehmbaren Tafeln, in welchen Fällen es auch aus technischen Gründen zu einer Fahrzeugbeschädigung unter Umständen kommen kann, ist eine Schadensersatzpflicht ausgeschlossen.

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