Verhandlungen im Baugewerbe gehen trotz Demonstrationen weiter

Arbeitgeberseite über Drohgebärden während der laufenden Verhandlungen verstimmt-Nächste Verhandlungsrunde am 15.4.

Wien (PWK) - Am Mittwoch, dem 8. April, wurde die dritte Runde der Bauarbeiter-Kollektivvertragsverhandlungen abgeschlossen, ohne daß eine Einigung zwischen den Arbeitgeberverbänden Bundesinnung der Baugewerbe bzw. Fachverband der Bauindustrie und der Gewerkschaft Bau-Holz erfolgte. ****

Dabei verwahrten sich die Bauverbände gegen den offensichtlich neuen Stil der Gewerkschaft, während laufender Verhandlungen Aufmärsche und Demonstrationen zu organisieren. "Sollten künftig die Verhandlungen weiterhin durch Kundgebungen der Gewerkschaft gestört werden und Entgleisungen gegenüber einzelnen Arbeitgebervertretern erfolgen, sind wir nicht bereit, die Verhandlungen unter dem Druck der Straße fortzusetzen", betonte Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister der Baugewerbe.

"Es ist unverantwortlich", so Fachverbandsvorsteher Ernst Nußbaumer, "wie die laufenden Kollektivvertragsverhandlungen vom Vorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz offensichtlich als Propagandaplattform für die im Herbst stattfindenden Gewerkschaftswahlen benutzt werden."

Trotz dieser unerfreulichen Vorfälle und der bei den Kundgebungen erfolgten Untergriffe wurde von den Arbeitgebervertretern in bewußt sachlicher Weise weiterverhandelt und an der bisherigen Linie festgehalten, den Arbeitnehmern eine Lohnerhöhung zu gewähren, nämlich:

1. Abgeltung der Inflation
2. Finanzieller Ausgleich einer Produktivitätssteigerung
3. Anpassung rahmenrechtlicher Bestimmungen, wofür ein finanzieller Ausgleich geleistet wird.

Insgesamt wurde von der Arbeitgeberseite damit eine Erhöhung von 2,7% angeboten.

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