Festwochen: Bondy für Andre Heller

Der Schauspiel-Chef in News über seine Wiener Zunkunft

Wien (OTS) - Luc Bondy, Regisseur von Weltgeltung und Schauspiel-Chef der Wiener Festwochen, nimmt in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins News zu anstehenden Fragen der Wiener Festwochen Stellung.

Bondy zu Leonie Rysaneks Nachfolge: "Es muß nicht zwingend ein Künstler sein. Er braucht vor allem eine Fähigkeit: über Sponsoring Geld aufzutreiben. Er muß repräsentativ und nützlich sein, muß Beziehungen zur Wirtschaft haben und dazu ein großer Freund des Theaters sein."

Aus diesen Gründen halte er Vorschläge wie den - persönlich geschätzten - "Burg"-Doyen Michael Heltau für "absurd". Andre Heller fände ich richtig. Den habe ich selbst dem Stadtrat vorgeschlagen. Es kann aber ebensogut ein mäzenatischer Industrieller sein. Ich hoffe nur, daß sich die für die Ernennung zuständigen Menschen mit uns, dem Festwochendirektorium, beraten werden."

Was die Form des Dreierdirektoriums betreffe, so "müssen wir erst einmal Erfahrungen sammeln. Die Dreier-Lösung hat Vorteile, aber auch Nachteile." Unter einem Intendanten würde er notfalls weiterarbeiten, "vorausgesetzt, es ist einer, der für das Theater da ist."

Selbst Intendant zu werden, schließt Bondy im Gegensatz zu früher nicht mehr aus. Allerdings: "Im Augenblick habe ich mit dem Status quo keine Klagen. Es soll, nur für das Theater in den nächsten Jahren so weitergehen, und da habe ich Angst, daß ein bißchen reduziert wird."

Sein schon jetzt mit den beiden "Josefstadt"-Koproduktionen (Horvath, Botho Strauß) verwirklichtes Ziel sei es, "wieder große Zusammenhänge am Theater zu schaffen, indem ich versuche, verschiedene Meister der Regiekunst zusammenzubringen."

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