Apothekerkammer: Stadtrat Mosers Aussage zu Medikamentenpreisen ist falsch

Wien (OTS) - Der Innsbrucker Gesundheitsstadtrat Peter Moser hat
bei einem Pressegespräch anläßlich des Weltgesundheitstages festgestellt, daß Medikamente in Österreich zu teuer sind. "Das ist falsch" stellt der Präsident der Tiroler Apothekerinnen und Apotheker, Mag. pharm. Carl Hochstöger, fest. Hochstöger ruft dem Gesundheitsstadtrat in Erinnerung, daß die Preise für Medikamente durch zweimalige Kürzung der Spannen in den vergangenen drei Jahren billiger geworden sind.

Die Preise für Medikamente in Österreich zählen daher, trotz der höheren Umsatzsteuer, zu den billigsten in der EU überhaupt. Das hat eine Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes der Wirtschaftsuniversität Wien unter Leitung von Prof. Dr. Clement ergeben. Billiger als in Österreich sind in der EU und der Schweiz Medikamente nur in Spanien, Griechenland und Frankreich dreimal soviel Medikamente verbrauchen, wie die Österreicher.

Ein, von der Österreichischen Apothekerkammer angestellter Vergleich, bestätigt die Untersuchung der Wirtschaftsuniversität. Die Kammer hat die Preise der 24 gängigsten Medikamente in Österreich und Deutschland verglichen. 21 Medikamente sind in Österreich billiger. Insgesamt liegen die Preise in Österreich bei diesem Vergleich 19 % unter den deutschen Preisen.

"Es wäre daher interessant zu erfahren, woher Gesundheitsstadtrat Moser die - falsche - Information hat, wonach Medikament in Österreich zu teuer seien", fragt Hochstöger. Zu den Anmerkungen Mosers über eine verstärkte Vorsorge am Gesundheitssektor, verweist Hochstöger auf die Beteiligung der Apotheken z.B. bei den diversen Impfprogrammen." Bei Aktionen zur Gesundheitsvorsorge kann man immer auf die Apotheker zählen", bekräftigt Hochstöger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO/OTS