Nach Sanierung der feuchten Mauern des Meierhofes:

Museum in Groß Schweinbarth wird wiedereröffnet

St.Pölten (NLK) - Fast zehn Jahre lang war das NÖ Museum für Volkskultur in einem ehemaligen Abensperg-Traun’schen Meierhof in Groß Schweinbarth untergebracht. Damit hatte die große volkskundliche Sammlung des Landes endlich eine dauerhafte Bleibe gefunden. Auch das internationale Hirtenmuseum war dort zeitweilig untergebracht. Allerdings stellte sich heraus, daß die immer stärker hervortretende Feuchtigkeit an den Wänden eine Totalsanierung notwendig machte. 1994 wurde mit punktuellen Reparaturen und schließlich mit einer Generalsanierung begonnen, die jetzt abgeschlossen wurde. Ab Juni 1998 ist das NÖ Museum für Volkskultur in Groß Schweinbarth wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Der finanzielle Beitrag zur Sanierung des im Besitz
der Gemeinde stehenden Meierhofes lag bei 8,5 Millionen Schilling.

Die Räumung und Wiedereinrichtung des Museums wurde zu einer kompletten Neuaufstellung genutzt. Jetzt ist beabsichtigt, eine Gesamtausstellung der Volkskultur des größten Bundeslandes aus eigenen Beständen zu präsentieren. Durch die Aussiedlung des Hirtenmuseums ist ein großer Sonderausstellungsraum für die lebendige Präsentation wechselnder Themen freigeworden. Im rechten Seitenflügel wird mit der Darstellung der Siedlungs- und
Hausformen bis zu einer Vielzahl von Möbeln begonnen. Der Bogen spannt sich vom Handwerk und Gewerbe bis zum Jahres- und Lebensbrauch, viele neue Ausstellungsstücke sind zu sehen.
Darunter zwei Krippen aus der Barockzeit sowie eine plastische Darstellung der Schleierlegende des Heiligen Leopold. Der weitere Rundgang führt durch den ehemaligen Kutschstall und die Kutscherwohnung. Da man heute noch die Funktionen der einzelnen Räume des Meierhofes kennt, wurde bei der Neuaufstellung darauf eingegangen. Im linken Seitenflügel des Museums wurde das Buffet erweitert und eine alte Gasthauseinrichtung miteinbezogen. In
einem eigenen Raum wird Tracht und Kleidung aus verschiedenen Landesteilen gezeigt. In der Raummitte wird als Höhepunkt der aus der Renaissancezeit stammende Poysdorfer Fund mit Zinngeschirr, Büchern und Kleidungsstücken präsentiert.

Im Hof des Meierhofes sind kleine und große Arbeitsgeräte ausgestellt, in der "Remise" alles, was mit Getreidearbeit zusammenhängt. Im offenen Schuppen sind zudem weitere landwirtschaftliche Geräte und alte Transportwägen untergebracht.

Auch die Volkskulturfeste sollen wieder aufgenommen werden und das Museum zu einem lebendigen Mittelpunkt des Volkslebens machen.

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