Im Vorjahr 1.105 Verkehrstote auf Österreichs Straßen

In den ersten beiden Monaten 1998 wesentlich weniger Tote

St.Pölten (NLK) - Auf Österreichs Straßen ereigneten sich im Vorjahr knapp 39.695 Unfälle, bei denen 51.951 Verkehrsteilnehmer verletzt und weitere 1.105 getötet wurden. Das "Schlachtfeld Straße" wurde damit einmal mehr seinen Ruf gerecht. Was besonders bemerkenswert ist: Nach Jahren rückläufiger Tendenz bei Unfällen mit Verletzten und Toten gab es 1997 laut Österreichischem Statistischem Zentralamt wieder einen Anstieg. Die Zahl der
Unfälle bzw. der Verletzten stieg 1997 gegenüber 1996 um 1.442 (3,8 Prozent) bzw. um 1.918 (3,9 Prozent). 1.105 Verkehrstote bedeuten sogar 78 Todesopfer mehr als ein Jahr zuvor.

Die Statistik über das Jahr 1997 sagt auch aus, daß rund 74.500 Fahrzeuge und Fußgänger in Unfälle mit Personenschaden involviert waren, ein Plus von 2.300 gegenüber 1996. Einmal mehr zeigte sich auch, daß Lenker einspuriger Kraftfahrzeuge besonders gefährdet sind. 169 Menschen, vorwiegend Motorradfahrer, verunglückten im Vorjahr tödlich, um 38 Personen (30 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Bei rund 4.200 Unfällen waren auch Kinder bis zum 14. Lebensjahr betroffen, 4.327 Kinder wurden verletzt, 34 kamen ums Leben. Was ebenfalls besorgniserregend ist: Von den 1.798 in einem Pkw verunglückten Kindern waren - trotz gesetzlicher Verpflichtung - nur 73 Prozent durch eine Einrichtung wie Gurt oder Kindersitz geschützt. Von den 17 Kindern, die bei diesen Unfällen ums Leben kamen, war sogar nur knapp die Hälfte gesichert, von den schwer verletzten Kindern ebenfalls nur 56 Prozent.

Nach Bundesländern aufgelistet gab es die meisten Unfälle mit Personenschaden in Oberösterreich (8.665), gefolgt von Niederösterreich (7.404) und der Steiermark (7.114). Die meisten Todesopfer gab es in Niederösterreich mit 318 (plus 24 gegenüber 1996), in Oberösterreich mit 208 (plus 7) und in der Steiermark
194 (plus 32).

Aufgrund der Entwicklung im Vorjahr wurden vom Gesetzgeber mit Beginn dieses Jahres verschiedene Maßnahmen gesetzt, um die Unfälle auf den Straßen zu senken. Dazu gehören die verstärkte Überwachung des Straßenverkehrs und die Einführung der 0,5-Promille-Grenze. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen ließen nicht lange auf sich warten: In den ersten beiden Monaten dieses Jahres gab es österreichweit im Vergleich zu 1997 bereits um 7,8 Prozent weniger Verkehrsunfälle mit Todesopfern. Auch die Zahl der Verletzten ging um 4,1 Prozent zurück. In Niederösterreich starben in diesem Zeitraum sogar 20 Prozent weniger Menschen auf den Straßen, auch die Zahl der Verletzten ist stark rückläufig.

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