Agenda 2000 - Abwertung des ländlichen Raumes mit Einkommensverlusten für die Bauern

Änderungsvorschläge der Landwirtschaft sind zu berücksichtigen

St. Pölten, (SPI) - "Derzeit enthält die sogenannte Agenda 2000 betreffend der Reform der Agrarpolitik mehr Negatives als
Positives - würden diese Reformen in der derzeitigen Form
umgesetzt werden, kämen diese einer Abwertung des ländlichen Raums einhergehend mit einem maßgeblichen Einkommensverlust für die Bauern gleich", stellt SP-Abg. Werner Feurer heute fest. In der vorliegenden Fassung hätten die Landwirte nicht nur gravierende Einkommensverluste zu erwarten, es gibt im wesentlichen auch keine Initiativen in Richtung Sicherung der Versorgung, Förderung der Qualität, Ökologisierung der Landwirtschaft, Landschaftssicherung und -bewahrung und der verstärkten Förderung von Problemzonen.****

"Das Vorhaben, die Garantiepreise für Rindfleisch, Getreide, Milch bzw. Butter um bis zu 30 Prozent zu senken und das vorgesehene Auslaufen des Quotensystems kann doch nicht als der Weisheit
letzter Schluß einer tragfähigen und innovativen Agrarreform sein", so Feurer weiter. "Auch würden mehr Direktzahlungen die Landwirte stärker vom Staat und im Endeffekt vom EU-Haushalt abhängig machen, was sicher zu keiner verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe in Niederösterreich führen wird", kritisiert Feurer.

"Die heimische Landwirtschaft leistet eine wertvolle Arbeit und diese muß durch leistungsgerechte Preise für landwirtschaftliche Produkte anerkannt werden. Die EU-Osterweiterung darf keinesfalls auf Kosten der Landwirtschaft und somit unserer Umwelt finanziert werden", fordert Feurer.
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